Stadt Bochum und Umland

Die Stadt Bochum [ˈboːxʊm] (westfälisch: Baukem aus altsächsisch Boc-hem ['bo:khe:m]) ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets.

Die kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg ist neben Duisburg, Essen, Dortmund und Hagen eines der fünf Oberzentren des Ruhrgebiets und mit circa 365.000 Einwohnern die sechstgrößte Stadt des Landes, die zweitgrößte Westfalens und eine der 20 größten Städte Deutschlands. Bochum ist Mitglied im Landschaftsverband Westfalen-Lippe und im Regionalverband Ruhr. Die Einwohnerzahl der Stadt überschritt 1905 die 100.000-Grenze und machte Bochum zur Großstadt. Mit der Eingliederung der ebenfalls kreisfreien Stadt Wattenscheid (etwa 72.000 Einwohner) wuchs die Stadt 1975 markant.

In Bochum befinden sich neun Hochschulen bzw. Dependancen von Hochschulen, darunter die außerhalb des Zentrums gelegene Ruhr-Universität, mit über 40.000 Studierenden eine der größten Universitäten Deutschlands. Überregional bekannt sind darüber hinaus das Deutsche Bergbaumuseum, das Schauspielhaus, das Planetarium, das Eisenbahnmuseum, das Bermuda3eck, das Ruhrstadion, Tierpark und Fossilium sowie das am längsten laufende Musical der Welt, Starlight Express. Das Stadtbild wird unter anderem durch eine Kirchturm- und Hochhaus-Skyline sowie diverse Baudenkmale vor allem des Historismus, des Expressionismus und der Nachkriegsmoderne geprägt. Auf der Route der Industriekultur „im Herzen des Reviers“ sind die Industriedenkmale der Stadt miteinander verbunden.

In Bochum gibt es ferner verschiedene Bergbauinstitutionen. Der Bochumer Verein schrieb ab 1842 Industriegeschichte, als es dem Unternehmen gelang, Stahl in Formen zu gießen. Das erste Produkt der Firma waren Glocken aus diesem Werkstoff. Eine 15.000 kg schwere Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert an diese Epoche. Nach dem Ende des Bergbaus entwickelte sich Bochum vornehmlich zu einem erfolgreichen Technologie- und Dienstleistungsstandort.

Im südlichen Stadtgebiet stehen Sedimentgesteine des flözführenden Oberkarbons an. Diese werden im Norden von Meeresablagerungen der Oberkreide überlagert. Das Inlandeis der Saale-Eiszeit hinterließ eine Grundmoräne, Findlinge und Schmelzwasserablagerungen. In der Weichsel-Kaltzeit wurde Löss abgelagert. Die geologischen Schichten können im ehemaligen Steinbruch der Zeche Klosterbusch und im Geologischen Garten Bochum besichtigt werden.

Die Gewässer in Bochum entwässern nach Norden hin in die Emscher, nach Süden hin in die Ruhr, die im Bochumer Südwesten zum Kemnader See aufgestaut wird.

-> Bochum Tourismus

Ruhr-Universität Bochum (RUB)

Die RUB war 1962 (Aufnahme des Lehrbetriebs 1965) die erste Universitätsneugründung in der Bundesrepublik. Die Universität wurde außerhalb der Stadt als Campus-Universität in Querenburg angelegt: Bis auf wenige Außenstellen sind alle Fakultäten auf dem Universitätsgelände untergebracht. Die Universität, die Wohnstadt Hustadt und das beide versorgende Einkaufszentrum Uni-Center dominieren seither den Stadtteil.

Die Studierenden der Medizin absolvieren ihre praktische Ausbildung nicht zentral in einem eigenen Klinikum, sondern werden auf verschiedene Krankenhäuser in Bochum und Umgebung verteilt. Bis 2012 wurde diese deutschlandweit einmalige dezentrale Ausbildung auch als Bochumer Modell bezeichnet. Seit 2012 präsentieren sich die beteiligten Kliniken jedoch in einem einheitlichen Erscheinungsbild als Universitätsklinikum der Ruhr-Universität (UK RUB).

Die Bildungseinrichtung ist von Anbeginn eine Reformuniversität. In der Einführung gestufter Studiengänge nach Vorgabe der Bologna-Erklärung nimmt sie eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Bundesweit belegt sie den zweiten Platz in der Liste der DFG-Sonderforschungsbereiche. Im aktuellen DFG-Ranking unter den 40 deutschen Hochschulen mit dem höchsten Bewilligungsvolumen für Forschungsvorhaben der Jahre 2002 bis 2004 erreichte sie Rang drei in den Lebenswissenschaften, den neunten Platz in den Ingenieurwissenschaften und Platz 12 in den Naturwissenschaften. Im gesamten Vergleich erzielte die RUB den 15. Platz. Die Ruhr-Universität befand sich 2007 und 2011 in der Endrunde der vom Bund geführten Exzellenzinitiative und setzte sich jeweils in zwei von drei Förderlinien durch.

Im Jahre 2015 fand – analog zum Still-Leben Ruhrschnellweg – eine Sperrung der Universitätsstraße zum Anlass '50 Jahre RUB' statt. Rund 100 Institute, sowohl der Fakultäten als auch An-Institute der RUB, stellten sich an gemieteten Tischen vor. Neben über 200.000 Passanten besuchten auch Norbert Lammert, Hannelore Kraft und Joachim Gauck die Ruhr-Universität; die letzteren beiden hielten eine Rede im Audimax.

Mitten in der dynamischen, gastfreundlichen Metropolregion Ruhrgebiet im Herzen Europas gelegen, ist die Ruhr-Universität mit ihren 20 Fakultäten Heimat von 5.500 Beschäftigten und über 41.000 Studierenden aus 130 Ländern. Alle großen wissenschaftlichen Disziplinen sind auf einem kompakten Campus vereint.

Die Ruhr-Universität ist auf dem Weg, eine der führenden europäischen Hochschulen des 21. Jahrhunderts zu werden. Fast alle Studiengänge werden als Bachelor-Master-Programme angeboten. Unsere Exzellenzprogramme haben sich international einen Namen gemacht: Unsere Research School ist ein internationales Kolleg zur strukturierten Forschungspromotion in den Lebenswissenschaften, den Natur- und Ingenieurwissenschaften und den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften; der Exzellenzcluster RESOLV (Ruhr Explores Solvation); untereinander, national und international stark vernetzte, fakultäts- und fachübergreifende Forscherverbünde (Research Departments) schärfen das Profil der RUB. Hinzu kommen ein unübertroffenes Programm zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern und eine hervorragende Infrastruktur.

 

-> Campus-Lageplan des Campus der Ruhr-Universität Bochum  (Hauptgebäude mit Tagungsbüro ist das Audimax)

 

Dieser Artikel basiert teilweise auf den Artikeln Bochum und Ruhr-Universität Bochum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Quelle der verwendeten Bilder: Stadt Bochum, Referat für Kommunikation.

 

Innenstadt BochumBochumer Innenstadt

Zeiss Planetarium     Zeiss Planetarium

Luftbild RUB       RUB im Luftbild

SchauspielhausSchauspielhaus

 

 Bermuda 3eck Bermuda 3eck

 

 Bergbaumuseum Deutsches Bergbaumuseum

RuhrtalbahnRuhrtalbahn

 

 RUB       RUB Campus 

 RUB Lottental      RUB vom Lottental aus gesehen

 

 Botanischer Garten Botanischer Garten der RUB 

 Extraschicht   Extraschicht

  Stadion Stadion des VfL Bochum