Nitratmonitoring durch Untersuchungen der Sickerzone mit Hilfe von Tiefsondierungen

Hartwig Drechsler1
1 Drechsler Ingenieurdienst

O 13.2 in Nitrate and the importance of denitrification for water supply

22.03.2018, 16:00-16:15, 3

Die Erfolgskontrolle von Beratung und Maßnahmen zum Grundwasserschutz ist eine wesentliche Komponente der Kooperationsarbeit von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft in Trinkwasserschutzgebieten. Zur Ermittlung von Stickstoffausträgen aus dem Boden, die als Folge der Landbewirtschaftung auftreten, ist die Messung der Nitratkonzentration im Sickerwasser ein sehr geeignetes Instrument. Die Tiefsondierungen erkunden dabei den Bereich von der Wurzelzone bis zur Grundwasseroberfläche.  Die abschnittsbezogene Probenahme bei Tiefsondierungen  ermöglicht zudem die Zuordnung des Sickerwassers zu einzelnen Bewirtschaftungsjahren. Hierdurch wird es möglich, die Auswirkungen von landwirtschaftlichen Anbauverfahren sowie von Agrarumweltmaßnahmen im Hinblick auf ihre Wirkungen für den Grundwasserschutz zu bestimmen. Ein solches Nitratmonitoring des Sickerwasser stellt zudem für das Wasserversorgungsunternehmen eine gebietsbezogene, qualitative "Eingangskontrolle" hinsichtlich der Grundwasserneubildung dar. Es kann auch als Eingangsgröße für weitere Untersuchungen zum Nitratabbauvermögen im Grundwasserleiter genutzt werden.



DEUTSCHE VEREINIGUNG FÜR WASSERWIRTSCHAFT, ABWASSER UND ABFALL e.V.  (2013): Merkblatt DWA-M911 "Möglichkeiten der Effizienzkontrolle von Maßnahmen zur grundwasserschonenden Bodennutzung am Beispiel des Stickstoffs; DWA-Regelwerk. Hennef.




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