Die Grubenwasserhaltung nach dem aktiven Steinkohlenbergbau - wir übernehmen Verantwortung

Markus Roth1
1 RAG Aktiengesellschaft

O 2.1 in Mine water

22.03.2018, 11:30-11:45, 3

Wenn Ende 2018 die Steinkohlenförderung eingestellt wird, endet ein bedeutendes Kapitel deutscher Industriegeschichte. Die Arbeit der RAG Aktiengesellschaft, unter deren Dach die verbliebenen deutschen Bergwerke gebündelt wurden, geht jedoch weiter. So zählt die Grubenwasserhaltung in den ehemaligen Bergbaugebieten zu den wichtigsten Zukunftsaufgaben des Unternehmens. Dafür entwickelten RAG-Experten in enger Abstimmung mit Politik und Behörden individuelle Konzepte für die Regionen an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren. Das oberste Gebot dabei: der Trinkwasserschutz.

Gleichzeitig ebnet der RAG-Ansatz den Weg zu einem weiteren Ziel der Nachbergbau-Ära: dem ökologischen Umbau zahlreicher Flüsse, Bäche und Teiche in naturnahe Gewässer. Da Grubenwasser die Gewässerqualität insbesondere kleinerer Flüsse und Bäche beeinflusst, soll es künftig nur noch an wenigen zentralen Wasserhaltungsstandorten in die großen Flüsse eingeleitet werden. Hierzu setzt die RAG auf einen kontrollierten Anstieg des Grubenwassers, um untertägige Verbindungen zur Weiterleitung zu nutzen. Während im Ruhrgebiet ein Sicherheitsabstand zu den Grundwasserleitern dauerhaft die Vermischung mit dem Trinkwasser verhindert, bietet die geologische Situation in Ibbenbüren und an der Saar sogar die Chance, das Grubenwasser bis zum freien Auslauf ansteigen zu lassen.

Neben der Reduzierung von Pumpstandorten und -höhen senkt der parallel betriebene Umbau der verbleibenden Wasserhaltungen zu Brunnenbetrieben mit modernen Tauchpumpen den Energieverbrauch und trägt entscheidend dazu bei, die Ewigkeitsaufgabe Grubenwasserhaltung effizient, verantwortungsvoll und nachhaltig zu gestalten.



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