18 Applied Hydrogeology - case studies from the federal geological surveys

Chair: Bernd Leßmann

Friday, 09:45-12:45, 2

Die Staatlichen Geologischen Dienste in Deutschland (Geologische Landesämter und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe) erfüllen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten im Bereich Hydrogeologie eine wesentliche Rolle im Rahmen der allgemeinen Daseinsvorsorge. Die für das Thema zuständigen Organisationseinheiten liefern hierzu notwendige Grundlagendaten für viele Fragestellungen. Sie sind oft Schnittstellen zwischen Forschung und Praxis, z. B. für vollzugsrelevante Aufgaben. Dabei geht es nicht nur um Fragestellungen im z. B. lokalen Anlagenmaßstab, sondern häufig um regionale oder auch überregionale Betrachtungen. Wichtige Themen und Aufgaben sind u. a.: - die flächendeckende hydrogeologische Landesaufnahme mit systematischer Erhebung, Auswertung und Darstellung hydrogeologischer Daten, - die Bereitstellung von Produkten wie Daten und Karten für Fachleute, Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie der Öffentlichkeit, - die Schaffung von Grundlagen zum Grundwasserhaushalt und -bewirtschaftung, Erschließungsfragen oder zur Grundwasserbeschaffenheit (z. B. hydrogeochemische Hintergrundwerte), - Beantwortung von Fragen zum Grundwasserschutz, - Fragen zum guten mengenmäßigen und chemischen Zustand nach der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, - Grundwasserschadensfälle, - Fragen zur Nutzung oberflächennaher Geothermie, - Beratung von Wasserbehörden und Wasserversorgern. Die Session soll exemplarisch das breite Spektrum der Aufgaben der Staatlichen Geologischen Dienste aufzeigen. Sie soll Einblicke in aktuelle Themenfelder geben, die teilweise auch von politischer und verwaltungsrechtlicher Bedeutung sind. Gleichzeitig sollen die Vorträge zum fachlichen Austausch zwischen den Vertretern von Forschung und Lehre und den Anwendern in der Praxis (z. B. Ing.-Büros) mit den geologischen Landesämtern anregen.

 Friday:
23.03.2018
09:45O 18.1: Björn Panteleit et al.: Ein Strukturmodell als Grundlage für regionale Strömungsmodellierung
10:00O 18.2: Frank Bitzer: Untergrundmodelle als Grundlage für die Grundwasserbewirtschaftung – Beispiel „Hydrogeologische Kartierung Raum Grünstadt“
10:15O 18.3: Klaas Stoepker et al.: Wechselseitige Datenoptimierung zwischen dem Geologischen Dienst und Wasserversorgern - Neue Wege zu digitalen hydrogeologischen Modellen in Schleswig-Holstein
10:30O 18.4: Jörn Geletneky et al.: Nutzung eines Behördenmodells zur Beurteilung dichteabhängiger Grundwasserströmungsprozesse im Thüringer Werra-Kaligebiet
10:45O 18.5: Dietmar Brose: GEBAH - Eine Software für die konzentrationsunabhängige Früherkennung von Salzwasserintrusionen in Süßwasser führende Grundwasserleiter und Oberflächengewässer
11:00Coffee break
11:30O 18.6: Alena Ullmann et al.: Ermittlung von Hintergrundkonzentrationen in Oberflächengewässern Nordrhein-Westfalens
11:45O 18.7: Sophie Borrmann et al.: Ermittlung geogener Hintergrundwerte für das Grundwasser in hydrogeologischen Bezugseinheiten Sachsen-Anhalts und Ableitung von Schwellenwerten pro Grundwasserkörper nach GrundwV
12:00O 18.8: Harald Rückert et al.: Vorkommen und Herkunft von Chrom(VI) in hessischen Grundwässern
12:15O 18.9: Johanna Oest et al.: Methan-Hintergrundwerte im Grundwasser Niedersachsens
12:30O 18.10: Jörg Reichling: Harmonisierte Skalen übergreifende Ableitungsprodukte ermöglichen adressatenorientierte Beratung zum Grundwassermanagement
12:45

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Poster

P 18.1 Martin Herfort
Die Rolle der Hydrogeologie bei der Standortsuche geologischer Tiefenlager: Fallbeispiel Schweiz
P 18.2 Andreas Kubier, Dörte Budziak, Dieter de Vries, Jörg Elbracht, Kay Hamer, Thomas Pichler
Bewertung erhöhter Cadmiumgehalte im Grundwasser von Niedersachsen und Bremen
P 18.3 Lara Wenzel, Thomas Schiedek, Sven Rumohr
Artesisch gespannte Grundwässer in Hessen: Analyse vorhandener Datensätze zur Bestimmung der natürlichen Rahmenbedingungen
P 18.4 Leonard Stoeckl, Sven Altfelder, Thomas Himmelsbach
Zivilschutz Einsatz nach unkontrollierter Flutung von Salzbergwerken in der Ukraine

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