Hochwasserrisikomanagementplan (HWRMP) Schullwitzbach

Andreas Dr. Schroeter1, Marco Tichatschke2
1 IHU Gesellschaft für Ingenieur-, Hydro- und Umweltgeologie mbH
2 IHU GmbH

3.14 in Grundwasser-Oberflächenwasser-Interaktionen - vom Flussabschnitt zum Einzugsgebiet

Bei den Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre war das Stadtgebiet Dresdens nicht nur von Überflutungen durch die Weißeritz und Elbe betroffen, sondern auch von den kleineren Gewässern II. Ordnung. Ein besonderer Schwerpunktbereich waren die Ortslagen Schullwitz und Eschdorf im im Schönfelder Hochland. Bereits in den Jahren 2006-2007 wurden ein Hochwasserschutzkonzept durch die IHU GmbH erarbeitet sowie umfassende Untersuchungen durch die Landeshauptstadt Dresden selbst durchgeführt.

Das Ziel bei der Erarbeitung des HWRMP ist die Aktualisierung bzw. Überarbeitung der hydrologischen Bemessungsgrundlagen nach den jüngsten Hochwasserereignissen im Winter bzw. Frühjahr 2006, 2009 und 2011 sowie nach den Ereignissen im Sommer 2010 und 2013. Damit sollen alle relevanten Hochwasser verursachenden Ereignisse erfasst und zu bewertet werden. Zu diesem Zweck erfolgte der Aufbau eines Niederschlags-Abfluss-Modells für den gesamten Schullwitzbach. Die Modelleichung erfolgte anhand der Beobachtungen bei den Hochwasserereignissen 2002 und 2010. Mit Hilfe des Niederschlags-Abfluss-Modells wurden die hydrologischen Bemessungsgrundlagen HQ(T) ermittelt.

Eine weitere wesentliche Zielstellung des HWRMP bestand darin, die Wirkungsweise der bereits umgesetzten, der geplanten und der vorgeschlagenen Hochwasserschutzmaßnahmen und das verbleibende Restrisiko zu bewerten. Es sollte ein aktualisierter Maßnahmeplan mit Priorisierung und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erarbeitet werden. Die Erfahrungen und Wünsche der Anlieger des Schullwitzbaches sollten bei der Erarbeitung von Maßnahmevorschlägen berücksichtigt werden. Bei der Maßnahmeplanung wurden außerdem die Belange der EU WRRL berücksichtigt. Die Gefährdungs- und Risikobewertung sowie der Nachweis von Hochwasserschutz­maßnahmen basieren im vorliegenden HWRMP auf den Ergebnissen von 2D-Oberflächen­wassermodellierungen für die Gewässerbereiche innerhalb des Dresdner Stadtgebietes.