8 Geologische und hydrogeologische Charakterisierung von Reservoirgestein (Geologisches a priori Wissen in der Hydrogeologie) - enfällt

Leitung: Maria-Theresia Schafmeister, Matthias Hinderer

Grundwassermodelle beruhen in hohem Maße auf a priori-Wissen (Leitfaden Hydrogeologische Modelle Teil 3). Dazu gehört die Charakterisierung und Strukturierung des Modellraums auf der Grundlage geologischer Daten auf verschiedenen Skalen. Bei sedimentären Grundwasserleitern erfolgt die Strukturierung in hydrostratigraphischen Einheiten. Diese wiederum können lateral sowohl in ihrer Ausdehnung als auch in ihren hydraulischen Eigenschaften auf unterschiedlichen Skalen variieren, was durch Faziestypen und Faziesräume definiert wird. Deren Verteilung ist wiederum mit Fazies- und sequenzstratigraphischen Modellen prognostizierbar. Neben dieser primär angelegten Faziesverteilung, kommt es im Zuge von geodynamischen Prozessen zu systematischen sekundären Veränderungen der hydraulischen Eigenschaften durch die Diagenese und Landschaftsgeschichte. Bei Festgesteinsgrundwasserleitern treten diese Eigenschaften oft in den Vordergrund, sind aber auch dann nicht losgelöst von der geologischen Vorprägung. Das Sitzungsthema möchte den Fokus auf das geologische a priori-Wissen für hydrogeologische Modelle lenken. Geeignet sind Beiträge zu methodischen Ansätzen und Fallstudien für die Quantifizierung hydraulischer Eigenschaften von Grundwasserleitern und -nichtleitern unter Berücksichtigung geologischer Parameter. Dies können großskalige hydrostratigraphische Modelle, Aufschluss-Analog-Verfahren, Versuchseinrichtungen im Labor oder gekoppelte geologisch-hydraulische Modellansätze sein. Von Interesse sind darüber hinaus Fallbeispiele aus der hydrogeologischen Praxis, wo geologisches Expertenwissen von besonderer Relevanz für die Grundwassergewinnung ist.


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