Fortbildungen (Anmeldeschluss 5. März 2020)

Die Fortbildungen finden im Vorfeld der Tagung am Mittwoch, 25.03.2020, am UFZ, Permoserstr. 15, 04318 Leipzig statt.

1. Anwendung von stochastischen Methoden und Ansätze im Grundwasser

Prof. Dr. Sabine Attinger, Dr. Andreas Musolff (UFZ)

10-17 Uhr

Leipziger KUBUS am UFZ, Saal 2 (UFZ Geländeplan)

Numerische Grundwassermodelle sind ein etabliertes Werkzeug zur Analyse und Prognose von Wasser- und Stoffflüssen. Dabei ist die Parametrisierung und Umgang mit Parameterunsicherheiten immer ein kritischer Punkt: Daten zu Eigenschaften des heterogenen Untergrundes werden immer spärlich sein, was es schwierig macht Grundwassermodelle in hoher räumlicher Auflösung zu parametrisieren. Stochastische Methoden liefern hier Ansätze dies durch stochastische Parameterfelder bzw. durch äquivalente Parameter zu verwirklichen.

Das Seminar soll die Grundlagen stochastischer Ansätze erklären, stochastische Generatoren zur Verfügung stellen und einfache äquivalente Ansätze für den Praxiseinsatz liefern. Der Kurs richtet sich dabei an Teilnehmern aus Ingenieurbüros, der Wissenschaft und an Mitarbeiter aus Behörden für Umweltschutz, Wasserwirtschaft und Geologie.

Die Referenten, Prof. Sabine Attinger, Lehrstuhlinhaberin für „Mathematische Modellierung“ an der Universität Potsdam, und Dr. Andreas Musolff verfügen über langjährige Erfahrungen in der Konzeption, Erstellung und Parametrisierung von Grundwasser- und Niederschlags-Abfluss-Modellen.

Teilnehmerzahl:   max.  25
Gebühr: 190,- € (Doktoranden 160,- €, Studierende 90,- €)

 

2. Direct Sensing und Probennahme

Prof. Dr. Peter Dietrich, Dr. Thomas Vienken (UFZ)

10-17 Uhr

UFZ-Gebäude 7.1, Raum 201 (UFZ Geländeplan)

Zuverlässige Erkundungs- und Monitoringdaten werden zur Lösung drängender Fragen in der Hydrogeologie benötigt. Allerdings stellt die Charakterisierung (dies beinhaltet die Erkundung und das Monitoring) heterogener Lockergesteinsgrundwasserleiter noch immer eine der großen Herausforderungen in der hydrogeologischen Forschung und Praxis dar. Mit dem Einsatz innovativer Direct-Push-Technologie konnten über die letzten Jahre wesentliche Beiträge zur Charakterisierung von Lockergesteinsgrundwasserleitern geleistet werden. Allerdings wird Direct Push, dessen größtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber konventioneller Bohr- und Sondiertechnik in der Nutzung von Sensorsonden und Sensorik (Direct Sensing) zur In-situ-Erfassung hochaufgelöster Vertikalprofile von geochemischen, geotechnischen, geophysikalischen und hydrogeologischen Eigenschaften des oberflächennahen Untergrundes bis in ca. 30 m Tiefe liegt, häufig auf die Probennahme reduziert. Dieser Kurs soll daher das große Potential der Kombination aus Direct Sensing und Probennahme (Boden und Grundwasser) zur Beantwortung hydrogeologischer Fragestellungen aufzeigen. Dabei werden gängige Direct-Push-basierte Direct-Sensing-Anwendungen sowie Probennahmesysteme vorgestellt und in der Praxis gezeigt, dass Direct Push nicht auf schwerer Sondiertechnik angewiesen ist.

Die Referenten Prof. Dr. Peter Dietrich und Dr. Thomas Vienken verfügen über langjährige Erfahrungen in der Charakterisierung heterogener Lockergesteinsgrundwasserleiter und der Weiterentwicklung und Anwendung von Direct Push-Technologien. Der Kurs adressiert Interessierte aus Ingenieurbüros, Brunnenbaufirmen und Wasserversorgungsunternehmen, sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Behörden und der Forschung.

Teilnehmerzahl:   max.  25
Gebühr: 190,- € (Doktoranden 160,- €, Studierende 90,- €)