Exkursionen (Anmeldeschluss 15.02.2020)

Ex1:
UFZ-Führung mit Gerätepark Monitoring und Erkundungstechnologien sowie Vislab

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforscht Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen der Umwelt und beschäftigt circa 1100 Mitarbeitende. Die Exkursion soll den UFZ-Standort im Wissenschaftspark in Leipzig näher vorstellen. Zum einen hat der Standort eine lange wissenschaftliche Historie. Zum anderen sind speziell für Hydrogeologen und Wasserforscher das Visualisierungszentrum im Department Umweltinformatik (ENVINF) und die geophysikalischen und Direct-Push-Erkundungstechnologien (Department Monitoring- und Erkundungstechnologien (MET)) von Interesse.

Leitung: Öffentlichkeitsarbeit UFZ, Department MET, Department ENVINF
Teilnehmerzahl: max. 20 Personen
Zeitrahmen: Mittwoch, 25.03.2020, 13:00 - ca. 16:00 Uhr
Hinweise: Selbstanreise zum UFZ (siehe Anreise; UFZ Geländeplan)
Kosten: keine
UFZ Leipzig
links: © André Künzelmann, UFZ; rechts: © Karsten Rink, UFZ

Ex2:
Wassergut Canitz und Trinkwasserversorgung Leipzig

Das Wasserwerk Canitz ist das größte Wasserwerk der Stadt Leipzig und liefert seit 1912 Trinkwasser aus der Flussaue der Mulde. Die Wassergut Canitz GmbH ist ein Tochterunternehmen der Leipziger Wasserwerke und stellt den Schutz des Grundwassers im Wassereinzugsgebiet Canitz für die Trinkwasserversorgung Leipzigs sicher. Dabei wird auf 750 Hektar Fläche ökologische Landwirtschaft ohne Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln betrieben. Durch die gezielt umweltschonende Bewirtschaftung der besonders empfindlichen und für die Brunnen der Wasserwerke wesentlichen Flächen konnten die Werte für Nitrat im Grundwasser inzwischen erheblich gesenkt werden. Im Rahmen der Exkursion sollen das Wasserwerk in Canitz und das Wassergut vorgestellt werden.

Leitung: Dr. Bernhard Wagner, Geschäftsführer
Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Zeitrahmen: Samstag, 28.03.2020, 13:00 – 18:00 Uhr
Hinweise: Bustransport
Kosten: 40 € pro Person
Wasserwerk_Canitz
© Leipziger Gruppe

Ex3:
Aktiver Braunkohlenbergbau und „Landschaften nach der Kohle“ im Leipziger Neuseenland

Im Mitteldeutschen Revier wurden bislang fast 9 Mrd. t Braunkohle gefördert und ca. 20 Mrd. m³ Abraum bewegt. Damit bildet der Bergbau den gravierendsten geologischen Faktor in den letzten 250 Mio. Jahren Erdgeschichte. Nachdem 1989 noch rund 60.000 Menschen in der Branche tätig waren und 20 Tagebaue betrieben wurden, vollzog sich seither ein tiefgreifender Strukturbruch. Heute sind noch drei Tagebaue aktiv; fast alle betriebenen Kraftwerkskapazitäten gingen nach 1990 ans Netz. Zugleich erfolgte auf einer der weltweit größten „Landschaftsbaustellen“ ein großflächiger Abbau der bis zur Wende aufgelaufenen Rekultivierungsdefizite auf der Basis eines 1992 abgeschlossenen und zwischenzeitlich bis 2022 verlängerten Bund-Länder-Abkommens zur Braunkohlesanierung mit Projektträgerschaft der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, den durch die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) mbH betriebenen aktiven Bergbau bis spätestens 2038 geordnet zu Ende zu fahren. Die Exkursion spannt einen Bogen von einem Gesamtüberblick über das Revier von der Halde Trages über den aktiven Tagebau Vereinigtes Schleenhain und den Zwenkauer See mit dem Ausstellungspavillon KAP Zwenkau und dem von der Weißen Elster abgehenden Einlaufbauwerk bis zum Markkleeberger See mit Freizeitangeboten zwischen Kanupark, Schleuse und GEOPFAD zur Erdgeschichte. An den Haltepunkten und unterwegs werden Informationen zum Landschaftswandel, zur Umsiedlungsthematik, zur Flutung der Tagebauseen, zur Geotechnik, zum Hochwasserschutz, zum Naturschutz und zum Wassertourismus.

Leitung: Prof. Dr. Andreas Berkner (Regionaler Planungsverband Leipzig-Westsachsen)
Teilnehmerzahl: max. 40 Personen
Zeitrahmen: Samstag, 28.03.2020, 13:00 – 18:00 Uhr
Hinweise: Bustransport
Kosten: 40 € pro Person
Kap Zwenkau und Zwenkauer See
© LMBV

Ex4:
Hochwasserschutz und Grundwasser Grimma, Hochwasserzukunftsstandort

Die Stadt Grimma im Osten Leipzigs war in den letzten Jahren wiederholt von zerstörerischen Hochwassern betroffen (z.B. 2002 und 2013). Seitdem wurden innovative Wege gegangen, um die Stadt durch eine integrierte Hochwasservorsorge, der technischen, hydraulischen, denkmalschützerischen aber auch kommunikativen Aspekten gerecht wird, zu sichern. Kernstück ist dabei eine freistehende Hochwasserschutzmauer und eine unterirdische Dichtwand. Diese Exkursion gibt einen Überblick zur aktuellen Umsetzung der Hochwasservorsorge in Grimma.

Leitung: Dr. Christian Kuhlicke (UFZ)
Teilnehmerzahl: max. 50 Personen
Zeitrahmen: Samstag, 28.03.2020, 13:00 – 18:00 Uhr 
Hinweise: Bustransport
Kosten: 40 € pro Person
Grimma Flood 2013
links: © André Künzelmann, UFZ; rechts: © Stadt Grimma

Ex5:
TERENO-Observatorium Bode

1½ Tage mit Übernachtung Samstag auf Sonntag in Drübeck

TERENO – Terrestrial Environmental Observatories ist eine Initiative der Helmholtz Gemeinschaft für die langfristige Beobachtung von Umweltvariablen. Das UFZ geführte Observatorium im Einzugsgebiet der Bode fokussiert sich dabei auf Grund- und Oberflächenwasser, Nährstoffflüsse und aquatische Ökologie und hat mit der Initiative MOSES auch die Rolle von Extremereignissen im Blick. Die Exkursion soll einen Einblick in das Einzugsgebiet der Bode vom Harz bis in das Harzvorland bieten und dabei die landschaftliche Schönheit der Region näherbringen. Dabei ist die Rappbodetalsperre mit Deutschlands höchster Staumauer ebenso ein Programmpunkt, wie auch das Wasserkraftwerk „Steinernde Renne“ in Wernigerode und ein ökologisch bewirtschaftetes Landgut im Harzvorland. Übernachtung und Verpflegung im Kloster Drübeck bzw. im Landhaus Tonmühle am Harzrand.

Leitung: Dr. Ronald Krieg (UFZ)
Teilnehmerzahl: max. 25 Personen
Zeitrahmen: Samstag, 28.03.2020, 13:00 – Sonntag, 29.03.2020, 13:00 Uhr
Hinweise: Bustransport
Kosten: 140 € pro Person
Talsperre_Kuenzelmann
© André Künzelmann, UFZ