GeoERA - 3DGEO-EU: WP1 Projektvorstellung. Niedersachsen und die Niederlande harmonisieren vorhandene 3D-Modelle und geothermische Karten entlang der gemeinsamen Grenze

Melanie Witthöft1, Sonja Breuer1
1 Hydrogeologische Grundlagen, Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie Niedersachsen

2.9 in Wasserquantitäts- und qualitätsmodellierung auf regionaler Skale - Herausforderungen und neue Ansätze

Im ERA-NET Projekt GeoERA arbeiten 45 nationale und regionale geologische Organisationen aus 32 europäischen Staaten zusammen. In 15 geförderten Projekten wird an drei grenzübergreifenden Themen (GeoEnergie, Grundwasser und Rohstoffe) gearbeitet, um Nutzung und Management des Untergrundes optimal zu gestalten. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Projekten werden laufend auf der Homepage bereitgestellt (http://geoera.eu/).

Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) beteiligt sich als staatlicher Geologischer Dienst von Niedersachsen unter anderem im Projekt „3D geomodelling for Europe“ (3DGEO-EU). Zusammen mit dem geologischen Dienst der Niederlande TNO (Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek) wird im Arbeitspaket „Cenozoic geothermal reservoirs in the northern onshore Dutch-German cross-border region“ an der Harmonisierung bestehender 3D-Modelle entlang der gemeinsamen Grenze gearbeitet. Andere Arbeitspakete beschäftigen sich mit ähnlichen Aufgaben in anderen grenzüberschreitenden Pilotgebieten, mit Methodenentwicklung der Unsicherheitsbetrachtung und Darstellung, grenzüberschreitende Modellierung von Störungen und der Konsistenz von 3D Modellen.

Entlang der Grenze zwischen den Niederlanden und Niedersachsen wird in einen Pilotgebiet die Harmonisierung der bestehenden 3D Modelle GTA3D (Bombien et al. 2012) und DGMdeep V5 und DGM-NNL (ten Veen et al. in Druckvorbereit.) zu einem grenzübergreifenden 3D-Modell durchgeführt. Dazu ist Ende 2018 ein erster Projektbericht, der die bestehenden Modelle vergleicht und beschreibt, entstanden (Witthöft, Doornenbaal). Derzeit laufen die Vorarbeiten der Harmonisierung der Modelllayer. Das harmonisierte 3D-Modell wird in der zweiten Projekthälfte die Basis für geothermische Reservoirkarten von ausgewählten känozoischen Einheiten sein. Des Weiteren wird die Verbreitung und Tiefenlage der Rupelton-Fazies modelliert. Als Entscheidungsgrundlage bei Planungen zur Nutzung des Untergrundes wird die Kenntnis von Trennschichten immer wichtiger. In weiten Teilen Niedersachsens ist der Rupelton die Trennschicht zwischen Salz und Süßwasser und somit von besonderem Interesse.

Alle erzeugten Daten werden zentral im GeoERA Projekt auf der Internetplattform EGDI veröffentlicht (http://www.europe-geology.eu/map-viewer/).

Projektstart: 01.07.2018 // Projektende: 30.06.2021

Diese Veröffentlichung ist Teil eines Projektes, welches durch das Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter Fördervertragsnummer 731166 gefördert wird.
Diese Veröffentlichung ist Teil eines Projektes, welches durch das Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union unter Fördervertragsnummer 731166 gefördert wird.



Bombien, H., Hoffer, B., Breuckmann, S., Helms, M., Lademann, K., Lange, M., Oelrich, A., Reimann, R., Rienäcker, J. & Schmidt, C. (2012): Der Geotektonische Atlas von Niedersachsen und dem deutschen Nordseesektor als geologisches 3D-Modell. - Geowissenschaftliche Mitteilungen: GMit, 48: S. 6-13; Bonn.

Ten Veen, J.H., Kruisselbrink, A.F., den Dulk, M. and Witmans, N. (in Druck): Digital Geological Model Noord Nederland (DGM-NNL) - TNO report, xx; Utrecht.

Witthöft, M. & Doornenbal, J.C. (2018): GeoERA 3DGEO-EU Deliverable 1.1.-Inventory report- 26 Seiten (unveröffentlicht); Hannover.