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DESCRIPTION:Das Minisymposium auf der Jahrestagung Geo&ouml\;kologie Ende N
 ovember griff je zwei Themen zum Klimawandel in l&auml\;ndlichen Gebieten 
 und in St&auml\;dten auf und war ein gelungenes Austauschforum - auch f&uu
 ml\;r Stakeholder aus Stadt und Region. Die Moderation lag bei Prof. Dr. S
 tefan Peiffer\, Hydrologie\, BayCEER / Uni Bayreuth. Er ist Sprecher des V
 erbundprojekts &bdquo\;Einfluss multipler Stressoren auf Flie&szlig\;gew&a
 uml\;sser im Klimawandel (AquaKlif)&ldquo\; im Bayerischen Klimaforschungs
 netzwerk bayklif\, das Vortragende und Themen zum Symposium beitrug.\nLand
 nutzung und Klimawandel\nProf. Dr. Thomas K&ouml\;llner er&ouml\;ffnete de
 n Reigen mit dem Vortrag &bdquo\;Klimawandel\, Landnutzung und Folgen f&uu
 ml\;r &Ouml\;kosystemleistungen&ldquo\;. Er leitet die Arbeitsgruppe &Ouml
 \;kologische Dienstleistungen am Bayreuther Zentrum f&uuml\;r &Ouml\;kolog
 ie und Umweltforschung (BayCEER)\, deren Forschung zu gleich zwei bayklif-
 Verbundprojekten - AquaKlif und LandKlif - beitr&auml\;gt. Der Klimawandel
  versch&auml\;rft die Herausforderung\, unsere &bdquo\;multifunktionalen L
 andschaften&ldquo\; zu erhalten. Sie erbringen gleichzeitig verschiedene f
 &uuml\;r Wirtschaft und Gesellschaft wichtige &Ouml\;kosystemleistungen &n
 dash\; von der Versorgung mit Nahrungsmitteln\, Rohstoffen und Trinkwasser
  &uuml\;ber Regulations- und Schutzleistungen bis hin zu Erholung und Erha
 lt von Arten. Aus den Ergebnissen verschiedener Studien leitete er die Hyp
 othese ab\, dass biodiversit&auml\;tsreiche Landschaften im Klimawandel ro
 buster sind\, und zwar im Hinblick auf s&auml\;mtliche &Ouml\;kosystemleis
 tungen. Spannend waren die Einsichten einer vergleichenden Umfrage unter L
 andwirten und B&uuml\;rgern\, in der die Meinungsbilder einander &auml\;hn
 licher waren\, als die aktuelle Debatte es vermuten l&auml\;sst. In Aussic
 ht stellte der Redner die &bdquo\;Mensch-Umwelt-Interaktionen&ldquo\; als 
 zuk&uuml\;nftiges Modul der Bayreuth Geo&ouml\;kologie im Zuge der laufend
 en Studienreform.\nWer den Vortrag &bdquo\;boden:st&auml\;ndig - Die Praxi
 splattform f&uuml\;r Bodenschutz und Wasserr&uuml\;ckhalt in der Fl&auml\;
 che&ldquo\; von Norbert B&auml\;uml aus der Bayerischen Verwaltung f&uuml\
 ;r L&auml\;ndliche Entwicklung verfolgte\, bekam einen anderen Blick auf d
 ie sp&auml\;therbstliche Landschaft. In die Augen springen Wegseitengr&aum
 l\;ben\, Rinnen und Drainagen &ndash\; ein in vielen Jahrzehnten entstande
 nes sekund&auml\;res Gew&auml\;ssernetz. Die Landschaft ist zum &bdquo\;Au
 slaufmodell f&uuml\;r Wasser und Stoffe&ldquo\; geworden &ndash\; &uuml\;b
 er vielf&auml\;ltige Flie&szlig\;wege in der Flur schwemmen Starkniedersch
 l&auml\;ge wertvollen Boden mit\, der sich dann als Schlamm auf Stra&szlig
 \;en\, in Kellern und in den B&auml\;chen ablagert. Als einer der Initiato
 ren von boden:st&auml\;ndig verdeutlichte Norbert B&auml\;uml die drei Han
 dlungsbereiche Erosionsschutz auf den &Auml\;ckern\, Verlangsamung und R&u
 uml\;ckhalt des Regenwassers in der Flur sowie Entwicklungsma&szlig\;nahme
 n an den Gew&auml\;ssern. Die Projekte vor Ort starten dort\, wo Gemeindev
 ertreter und Landwirte selbst diese Probleme l&ouml\;sen wollen In einem g
 emeinsamen Entwicklungsprozess definieren sie erreichbare Ziele und setzen
  diese um &ndash\; getreu dem Motto &bdquo\;Weg von der Planung am gr&uuml
 \;nen Tisch\, hin zum Miteinander auf dem Feld&ldquo\;. Wieviel gro&szlig\
 ;artige Planungen in Schubladen liegen und was andererseits an Zeit und Ps
 ychologie in der Gestaltung partizipativer Prozesse steckt\, konnten siche
 r viele im Publikum aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Jetzt zu handeln
 \, ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels mit h&auml\;ufigeren St
 arkregen auf der einen sowie ausgedorrten\, wasserabweisenden B&ouml\;den 
 auf der anderen Seite das Gebot der Stunde. Herr B&auml\;uml wird den Tran
 sfer der AquaKlif-Forschungsergebnisse in die Praxis mit beraten.\nHitze m
 indern in der Stadt \nNach der Kaffeepause kam das Auditorium zum Thema &b
 dquo\;Stadt&ldquo\; wieder im H&ouml\;rsaal zusammen. Zun&auml\;chst ging 
 es um die Modellwerkstadt Bayreuth im Forschungsprojekt &bdquo\;Minderung 
 st&auml\;dtischer Klima- und Ozonrisiken (MiSKOR)&ldquo\;. Dr. habil. Joha
 nnes L&uuml\;ers aus der Arbeitsgruppe Mikrometeorologie am BayCEER / Univ
 ersit&auml\;t Bayreuth erl&auml\;uterte einf&uuml\;hrend\, dass der Temper
 aturanstieg &uuml\;ber den Landfl&auml\;chen schneller voranschreite als i
 m globalen Mittel\, in das die Ozeane mit einbezogen sind. Anhand der Zahl
 en aus dem Hitzesommer 2018 erl&auml\;uterte der Referent\, dass auch tech
 nisch hoch entwickelte L&auml\;nder verletzlich gegen&uuml\;ber D&uuml\;rr
 e sind und die Speicherung von Wasser in der Landschaft und zus&auml\;tzli
 ch in Zisternen gef&ouml\;rdert werden muss. Das Projekt MiSKOR als Teil d
 es von den Ministerien f&uuml\;r Umwelt bzw. Gesundheit gef&ouml\;rderten 
 Verbundprojekts &bdquo\;Klimawandel und Gesundheit in Bayern&rdquo\; zielt
  darauf ab\, den urbanen W&auml\;rmeeffekt und das Schadrisiko durch Lufts
 chadstoffe in mittelgro&szlig\;en St&auml\;dten zu vermindern bzw. zu verm
 eiden und erarbeitet basierend auf Messungen und Modellstudien in Bayreuth
  Handlungsempfehlungen\, die auf andere mittelgro&szlig\;e St&auml\;dte in
  Nordbayern &uuml\;bertragen werden k&ouml\;nnen. Erste Ergebnisse zeigen\
 , dass es in Bayreuth durch Verdichtung und Tallage genauso hei&szlig\; wi
 rd wie in Gro&szlig\;st&auml\;dten und daher die wasserreichen\, begr&uuml
 \;nten &bdquo\;k&uuml\;hlen Finger&ldquo\; ins Stadtgebiet unbedingt erhal
 ten werden sollten. Die innerst&auml\;dtische Nachverdichtung &ndash\; so 
 w&uuml\;nschenswert sie ist\, um weiterer Versiegelung entgegenzuwirken &n
 dash\; kann je nach Stadtteil Durchl&uuml\;ftung und Kaltluftzufuhr verhin
 dern. Das von MiSKOR-Projektleiter Prof. Dr. Christoph Thomas angeregte st
 &auml\;dtische Beratungsgremium zu Klimafragen ist inzwischen im Stadtrat 
 von Bayreuth auf der Tagesordnung.\nDas Symposium schloss mit einem &bdquo
 \;Vortragsdoppel&ldquo\; von Dr.-Ing. Claudia Hemmerle (Lehrstuhl f&uuml\;
 r Geb&auml\;udetechnologie und klimagerechtes Bauen) und Stadtplanerin Dr.
  Simone Linke (Lehrstuhl f&uuml\;r energieeffizientes und nachhaltiges Pla
 nen und Bauen) von der Technischen Universit&auml\;t M&uuml\;nchen. Claudi
 a Hemmerle leitet mit &bdquo\;Cleanvelope - Energieaktive Geb&auml\;udeh&u
 uml\;llen als Baustein klimaorientierter Stadtentwicklung&ldquo\; eine der
  f&uuml\;nf Juniorforschungsgruppen im Klimaforschungsnetzwerk bayklif. Im
  Beitrag &bdquo\;Klimaorientierte Stadtquartiere in der integrierten Stadt
 entwicklung&ldquo\; spielten sie sich die B&auml\;lle zu &ndash\; von der 
 Begriffskl&auml\;rung zu klimaorientierten Geb&auml\;uden und dem sinnvoll
 en Planungsma&szlig\;stab der Quartiere\, &uuml\;ber die Bedeutung gr&uuml
 \;ner Infrastruktur und m&ouml\;gliche Konflikte mit der Wohnraumbeschaffu
 ng durch Nachverdichtung in wachsenden St&auml\;dten bis hin zur &bdquo\;s
 olaren Aktivierung&ldquo\; von Geb&auml\;udefassaden als bisher wenig genu
 tzte Fl&auml\;chen. Sie zeigten Handlungsm&ouml\;glichkeiten und Instrumen
 te zur Etablierung von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Stadtplanung\
 , aber auch Herausforderungen und eine unzureichende Nutzung der kommunale
 n Gestaltungsspielr&auml\;ume auf. Um in der Stadtentwicklung alle Potenzi
 ale aussch&ouml\;pfen zu k&ouml\;nnen\, sollten Klimaschutz und -anpassung
  gemeinsam betrachtet werden.\nFazit\nDie Vortr&auml\;ge stie&szlig\;en au
 f breites Interesse\, der H&ouml\;rsaal war sehr gut gef&uuml\;llt\, auch 
 Interessierte aus Stadtrat und -verwaltung von Bayreuth waren der Einladun
 g gefolgt. Die Vortragenden erl&auml\;uterten sowohl Forschungsfragen als 
 auch praktische Ans&auml\;tze\, um den Auswirkungen des Klimawandels zu be
 gegnen und es kam zu lebhaften Diskussionen. Zwei Kaffeepausen sowie eine 
 ganze Reihe von Postern boten Zeit und Anlass zum Austausch. Auch wenn sic
 her noch viele Fragen offen sind\, waren die Initiatoren des Minisymposium
 s mit Zuspruch und Austausch sehr zufrieden.\n&nbsp\;\n&nbsp\;\n----\n\nHi
 nweis: F&uuml\;r Teilnehmer der Tagung sind die Vortragsfolien des Minisym
 posiums &bdquo\;Stadt\, Land\, Klimawandel&ldquo\; auf den internen Konfer
 enzwebseiten zug&auml\;nglich.\nF&ouml\;rderinformation: Das Bayerische Kl
 imaforschungsnetzwerk bayklif wird durch das Staatsministerium f&uuml\;r W
 issenschaft und Kunst gef&ouml\;rdert.
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