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DESCRIPTION:ORDNUNG IM CHAOS: KOMMUNIKATION UND KOOPERATION IM SUPERORGANIS
 MUS „AMEISENSTAAT“.\nBert Hölldobler\, Arizona State University\n Ein Blic
 k in das vermeintlich chaotische Durcheinander eines Waldameisennestes zei
 gt uns\, dass die soziale Organisation dieser Insekten ein vortreffliches 
 Beispiel für Ordnung im Chaos in der belebten Natur ist. Hätten wir die Mö
 glichkeit ähnlich wie auf ein Ameisennest einen Blick auf die milliardenfa
 chen Interaktionen von Neuronen in unserem Gehirn zu werfen\, sie schienen
  uns auch wie ein völlig chaotisches Durcheinander\; und doch resultieren 
 aus diesem vermeintlichen Chaos emergente Leistungen von höchster Kreativi
 tät. Das verbindet die Hirnforscher mit den experimentellen Soziobiologen:
  Beide suchen Ordnung im Chaos\, beide erforschen die Mechanismen\, die di
 e Organisation im scheinbaren Chaos bewirken. Tatsächlich wird bisweilen d
 er Insektenstaat mit dem Gehirn verglichen. Insektensozietäten können Eige
 nschaften eines Problem lösenden Systems aufweisen\, die weit die Fähigkei
 ten der einzelnen Individuen einer Sozietät übertreffen\, obgleich diese E
 igenschaften auf den kommunikativen Interaktionen dieser Individuen beruhe
 n. Deshalb wurde wiederholt die Kommunikation unter den Mitgliedern eines 
 Insektenstaates mit der Kommunikation zwischen Neuronen eines Gehirns verg
 lichen.Soziale Organisationen\, d.h. Arbeitsteilung\, Integration der hund
 erttausenden von Individuen und die daraus entstehenden Gemeinschaftsleist
 ungen sind nur möglich mit Hilfe leistungsfähiger Kommunikationssysteme. P
 rimitive\, d.h. evolutionär weniger weit entwickelte\, hierarchisch organi
 sierte Insektensozietäten sind bei weitem nicht so effizient wie die hoche
 ntwickelten Insektenstaaten\, deren Arbeitsteilung auf einem Netzwerk von 
 egalitären Arbeitsabläufen beruht. Diese Ameisenkolonien sind beispielhaft
  für effizientes Kooperieren in Clustern. In der Tat „Im Cluster werden Ei
 nzelne stark“.
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