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DESCRIPTION:Ein Blick in das vermeintlich chaotische Durcheinander eines Wa
 ldameisennestes zeigt uns\, dass die soziale Organisation dieser Insekten 
 ein vortreffliches Beispiel für Ordnung im Chaos in der belebten Natur ist
 . Hätten wir die Möglichkeit ähnlich wie auf ein Ameisennest einen Blick a
 uf die milliardenfachen Interaktionen von Neuronen in unserem Gehirn zu we
 rfen\, sie schienen uns auch wie ein völlig chaotisches Durcheinander\; un
 d doch resultieren aus diesem vermeintlichen Chaos emergente Leistungen vo
 n höchster Kreativität. Das verbindet die Hirnforscher mit den experimente
 llen Soziobiologen: Beide suchen Ordnung im Chaos\, beide erforschen die M
 echanismen\, die die Organisation im scheinbaren Chaos bewirken. Tatsächli
 ch wird bisweilen der Insektenstaat mit dem Gehirn verglichen. Insektensoz
 ietäten können Eigenschaften eines Problem lösenden Systems aufweisen\, di
 e weit die Fähigkeiten der einzelnen Individuen einer Sozietät übertreffen
 \, obgleich diese Eigenschaften auf den kommunikativen Interaktionen diese
 r Individuen beruhen. Deshalb wurde wiederholt die Kommunikation unter den
  Mitgliedern eines Insektenstaates mit der Kommunikation zwischen Neuronen
  eines Gehirns verglichen.\nSoziale Organisationen\, d.h. Arbeitsteilung\,
  Integration der hunderttausenden von Individuen und die daraus entstehend
 en Gemeinschaftsleistungen sind nur möglich mit Hilfe leistungsfähiger Kom
 munikationssysteme. Primitive\, d.h. evolutionär weniger weit entwickelte\
 , hierarchisch organisierte Insektensozietäten sind bei weitem nicht so ef
 fizient wie die hochentwickelten Insektenstaaten\, deren Arbeitsteilung au
 f einem Netzwerk von egalitären Arbeitsabläufen beruht. Diese Ameisenkolon
 ien sind beispielhaft für effizientes Kooperieren in Clustern. In der Tat:
  „Im Cluster werden Einzelne stark“.
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SUMMARY:Prof. Dr. Bert Hölldobler\, Arizona State University: Ordnung im Ch
 aos: Kommunikation und Kooperation im Superorganismus 'Ameisenstaat'
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