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DESCRIPTION:\nLandschaftsstrukturmasse (LSM) sind räumlich explizite Werte 
 über Formen\,\nGrößen und die Anordnung von Landschaftselementen. Sie basi
 eren auf dem\nnordamerikanischen Ansatz der landscape ecology\, der die Gr
 undkomponenten\nFunktion\, Struktur und Veränderung in der Landschaft beto
 nt und werden dort\nals \'landscape metrics\' bezeichnet. Die Beschreibung
  räumlicher Muster und\nder resultierenden Diversität geht über ein Forsch
 ungsinteresse weit hinaus.\n(vgl. Art. 1 des Bundesnaturschutzgesetzes\, \
 'Vielfalt der Landschaft\').\nDiese Vielfalt ist jedoch auch mit Einsatz v
 on GIS und Fernerkundung nicht\neindeutig zu ermitteln\, da jede dafür nöt
 ige Einteilung und Klassifikation\nder Landschaft u.a. von Aussagezweck\, 
 Maßstab und Datenlage abhängt. Für\nverschiedene Aufgaben im Umweltmonitor
 ing und Landschaftsmonitoring werden\nIndikatoren benötigt\, insbesondere 
 um Veränderungen zu klassifizieren und zu\nbewerten. \nLSM sind zunächst w
 ertfreie Zahlen\, z.B. Flächengröße\, Umfang\, Fraktale\nDimension\, oder 
 einen Kompaktheitswert\, wie stark eine Fläche von einem\nKreis gleicher F
 lächengröße abweicht. Ob ein hoher Wert für Kompaktheit\n\'gut\' oder \'sc
 hlecht\' ist\, hängt von der Fragestellung ab. Daher können LSM\nnur als I
 ndizes verwendet werden\; erst durch Bewertungsvorschriften werden\nsie zu
  Indikatoren. Besondere Bedeutung erhalten die Grenzlinien: Der\nÜbergang 
 zwischen zwei Habitaten ist meist keine harte Grenze\, sondern ein\nÜberga
 ngsbereich (Ökoton) mit spezifischen Standortbedingungen (z.B.\nWindwirkun
 g oder Sonneneinstrahlung) und einem speziellen Artenbereich\n(edge-effect
 ). Verschiedene Arten bevorzugen entweder als edge species den\nRandbereic
 h\, oder als interior species den Habitatinnenraum. GIS-Systeme\nberechnen
  unter Abzug eines durch den edge-Effekt beeinflussten Randbereichs\nden v
 erbleibenden Innenbereich (interior oder core area). Ein gutes Beispiel\ni
 st die Forstwirtschaft: Ende der 70er Jahre musste in Nordamerika die\nKah
 lschlagpraxis geändert werden um angepasste Schläge zu schaffen und\nbesti
 mmte Lebensräume zu erhalten. Um diese zu identifizieren und\nKahlschläge 
 in einem bestimmten\, angepassten Muster durchzuführen\, wurden\nschon frü
 h einfache Indizes wie Flächen-Umfang Verhältnisse einzelner\npatches und 
 Entfernungen zwischen verbleibenden Standorten berechnet. Diese\nbinäre Si
 chtweise der Landschaft (Wald und Nicht-Wald) ist in der\nKonstruktion ver
 schiedener Indizes erkennbar und führt z.T. zu\nLimitierungen. Aktuell wer
 den LSM auf europäischer Ebene verwendet\, um\nVielfalt innerhalb von Land
 schaftsausschnitten\, aber auch um die Vielfalt\nder Landschaften zu quant
 ifizieren.\n
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SUMMARY:Univ.-Doz. Dr. Thomas Blaschke\, Institut für Geographie & Angewand
 te Geoinformatik\, Universität Salzburg: Struktur\, Funktionen und Prozess
 e. Landschaftsökologische GIS-Anwendungen zwischen deskriptiver Analyse un
 d Landschaftsmodellierung
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