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DESCRIPTION:Die Auswirkungen anthropogener Schadstoffeinträge auf die Gewäs
 serqualität in Nordostbayern sind Gegenstand der Untersuchungen der Abteil
 ung Hydrogeologie des BITÖK. Im Schwerpunkt stehen Schwefel- und Stickstof
 fdepositionen sowie Streusalzeinträge entlang von öffentlichen Straßen. Fü
 r die Auswertung der räumlich und zeitlich hoch aufgelösten Messdaten wurd
 en im Rahmen dieser Studien sowohl Prozess-basierte als auch Daten-orienti
 erte Modelle\, wie z.B. Künstliche Neuronale Netze\, eingesetzt. Ziel ist 
 die widerspruchsfreie Kombination möglichst vieler verschiedener Beobachtu
 ngen auf unterschiedlichen Raum- und Zeitskalen innerhalb eines möglichst 
 einfachen konzeptionellen Modells. Besonderer Schwerpunkt wurde auf die Pr
 oblematik der Eindeutigkeit von Modellparametrisierungen und Modellergebni
 sse gelegt\, sowie auf die explizite Berücksichtigung der Unsicherheiten d
 er Modellaussagen.Als Folge der in den letzten Jahrzehnten deutlich gesunk
 enen Schwefeleinträge ist im Oberboden und in einzelnen Vorflutern unter b
 estimmten Abflussbedingungen eine deutliche Abnahme der Sulfatkonzentratio
 nen zu beobachten. Im tieferen Grundwasser nehmen die Konzentrationen aber
  weiterhin kontinuierlich zu. Das sehr unterschiedliche Verhalten verschie
 dener Messstellen lässt sich mit einem einfachen Modell erklären. In von S
 treusalz beeinflussten Grundwassermessstellen wird daneben eine stetige Zu
 nahme der Chlorid-Gehalte beobachtet. Die kurzfristige Dynamik der Nitratk
 onzentrationen in verschiedenen Vorflutern lässt sich mit einem empirische
 n Modell beschreiben. Für die Stickstoff-Bilanz der untersuchten Einzugsge
 biete spielt Denitrifikation in einzelnen anoxischen Bereichen\, z.T. weit
  unterhalb der Wurzelzone\, offensichtlich eine wichtige Rolle. Aufgrund d
 er umfangreichen Datensätze ist es möglich\, aus der Vielzahl bekannter Pr
 ozesse die auf der jeweiligen Beobachtungsskala vorherrschenden zu identif
 izieren. Damit ist die Voraussetzung für eine quantitative Abschätzung der
  mittefristigen Entwicklung der Gewässerqualität und für die Identifizieru
 ng besonders sensibler Bereiche gegeben.\n
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SUMMARY:Dr. Gunnar Lischeid\, Abteilung Hydrogeologie\, Bitök: Vom Prozessv
 erständnis zum Systemverständnis: Auswirkungen langjähriger Schadstoffeint
 räge auf die Qualität von Grund- und Oberflächenwasser in Nordostbayern
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