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DESCRIPTION:Das Verhalten des Oxyanionenbildners Arsen wird im aquatischen 
 Bereich durch mehrere Szenarien bestimmt. Sehr hohe Arsenmobilitäten trete
 n in eisenreduzierenden und oxisch-hochsauren Milieus (z.B. AMD) sowie unt
 er extremen Quelltermsituationen auf. Geringe Mobilitäten kennzeichnen sul
 fidische und arsenidisch-sulfidische Systeme und oxisch-saure Environments
 . Letztere werden charakterisiert durch oxische Redoxbedingungen und pH-We
 rte zwischen 2\,5 bis etwa 5\, die das Auftreten von Fe(III)-Oxiden i.w.S.
  erlauben\, die hochwirksame Sorber für Arsenat darstellen. Die großräumig
 e Kontamination von Trinkwasserbrunnen in Bangladesh mit Arsen aus der Fe-
 Oxid-Senke durch Zustandsänderung unterstreicht die Bedeutung dieses hydro
 geochemische Systems\, das auch in Deutschland regionale verbreitet ist (z
 .B. Burgsandstein des mittleren Keupers\, Dogger-Beta-Sandstein\, Badensan
 de des Molassebeckens).\nDer pyrithaltigen Schiefern entspringende alpine 
 Rötlbach gibt die Möglichkeit in einem natürlichen\, relativ einfachen Sys
 tem die Bildung von Fe(III)-Sulfaten und Fe(III)-Oxiden i.w.S. und die Fix
 ierung von Arsen durch diese Präzipitate zu untersuchen. Die Quellwässer w
 eisen pH-Werte von 2\,2 ¶ 2\,5 auf und sind oxisch (Fe(III)\, As(V). Neben
  der Abscheidung von Jarosit schon im Quellaustritt bewirken gering minera
 lisierte\, alkalische Zuflüsse im weiteren Verlauf des Rötlbaches die Präz
 ipitation verschiedenster Fe(III)-Oxide (Ferrihydrit\, Schwertmannit\, Goe
 thit). Arsenkonzentration von 100 ¶ 200 µg L-1 in den Quellen werden durch
  Festlegung an die Fe-Oxide schon nach kurzer Fließstrecke deutlich auf we
 nige µg L-1 vermindert. Auch bei diesen geringen Konzentrationen im Bachwa
 sser weisen die Präzipitate aber sehr hohe Arsenkonzentrationen von mehrer
 en Hundert bis Tausend µg g-1 auf.\nDiese Untersuchungen zeigen\, daß die 
 natürliche Arsenfixierung an Fe-Oxiden sehr effizient ist und in geologisc
 hen Zeiträumen auch bei sehr geringen Arsenkonzentrationen im Wasser zu se
 hr hohen Feststoffkonzentrationen führt. Das Auftreten hoher Arsengehalte 
 geogener Fe-Oxid-Überzüge bedarf keiner besonderen Arsenquelle\, die geoge
 nen Normalwerte scheinen hierfür ausreich
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SUMMARY:Dr. Thomas Rüde\, Institut für Allgemeine und Angewandte Geologie\,
  LMU München: Der Rötlbach: Arsenfixierung an Eisenoxiden in  natürlichen 
 oxisch-sauren Systemen
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