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DESCRIPTION:Der Artenpool der mitteleuropäischen Gefäßpflanzenflora besteht
  mehrheitlich aus Taxa\, deren Vorkommen auf basenreiche und kalkhaltige B
 öden schränkt ist. Dieses Muster wird auf Grundlage der Liste der Ellenber
 g-Zeigerwerte für Deutschland herausgearbeitet und als eine der wichtigste
 n Einflüsse auf die Artenvielfalt von Pflanzengemeinschaften der gemäßigte
 n Breiten identifiziert.\n\nAm Beispiel der Waldgefäßpflanzen\, die als na
 türlicher Kernbestand dieser Flora dieselbe schiefe Verteilung der Artenvi
 elfalt aufweisen\, wird gezeigt\, dass weder die Häufigkeit geeigneter Böd
 en noch Interkorrelationen mit anderen ökologischen Gradienten als Erkläru
 ng dieses auffallenden Diversitätsgefälles geeignet sind. Auch ergibt eine
  Untersuchung des taxonomischen Aufspaltungsgrades keine Hinweise auf gene
 rell höhere Evolutionsgeschwindigkeiten calciphiler Pflanzen.\n\nAus der K
 ombination der Hubell\'schen neutralen Einheitstheorie der Artenvielfalt m
 it paläoökologischen Überlegungen wird eine neue Erklärungshypothese abgel
 eitet\, derzufolge das Ungleichgewicht zwischen azipdophiler und calciphil
 er Artenvielfalt eine Flaschenhalssituation in den eiszeitlichen Refugien 
 der temperierten Flora widerspiegelt. Wenn diese Hypothese zutrifft\, wäre
  eines der wichtigsten Muster in der modernen Pflanzenartenvielfalt das Er
 gebnis ökologischer Drift.
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SUMMARY:Prof. Dr. Joerg Ewald\, Fachhochschule Weihenstephan: Kalk oder nic
 ht Kalk? Wie die Bodenchemie die Artenvielfalt steuert.
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