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DESCRIPTION:Zunächst werden neue Ergebnisse zu Oxidationsverfahren von wass
 erlöslichen\, persistenten  Schadstoffen berichtet (Science 2002\, 296\, 3
 26). Das Hauptgewicht des Vortrages behandelt die Bildung und Vermeidung v
 on Spurenschadstoffen bei Verbrennungsprozessen wie Müll- und Sondermüllve
 rbrennung. Neben Sekundärmaßnahmen (Filtertechnik) zur Minimierung von Sch
 adstoffemissionen spielen jetzt Primärmaßnahmen nach den Konzepten der nac
 hhaltigen Chemie eine wichtige Rolle. \nDas Prinzip wird auf die Dioxinbil
 dung und Emission technischer Verbrennungsprozesse angewandt. Im Mittelpun
 kt stehen neue mechanistische Untersuchungen zur Bildung von perchlorierte
 n Aromaten (chlorierte Benzole\, Phenole\, Dibenzodioxine und -Furane) aus
  aliphatischen Vorläufern wie Acetylen und HCl. Laborversuche wurden in Du
 rchflussreaktoren wie einem ¤Turbular-Furnace Reaktor³ mit einstellbaren V
 erweilzeiten und Temperaturen durchgeführt\, katalytisch wirksame Flugasch
 en wurden durch spezielle Kupfer-II-chlorid-Oberflächen im Temperaturberei
 ch von 200 bis 400°C simuliert. Dadurch konnte ein allgemeines Schema für 
 die thermische Bildung von PCDD/F vorgeschlagen werden (Environ. Sci. Tech
 nol 1998\, 32\, 2741). In der Technik der Verbrennungsanlagen werden optim
 ale Temperatur\, Verweilzeit und Sauerstoffzufuhr als wirksame Primärmaßna
 hme zur Dioxinminderung genutzt. Die Entwicklung von on-line Messungen von
  Leitparametern für PCDD/F zielt in die Richtung von Primärmaßnahmen. \nEi
 ne weitere wichtige Methode der PCDD/F Minderung ist die so genannte Inhib
 ierung. Hierbei werden der Nachverbrennzone Substanzen mit antikatalytisch
 en Eigenschaften für PCDD/F Bildung zugegeben. Die erste Generation der In
 hibitoren wurden bereits 1990 in Bayreuth durch Laborversuche sowie an ein
 er Pilotanlage entwickelt. Hierbei wurden bestimmte Amine der Nachverbrenn
 ungszone bei 400°C zugesetzt. Bei der zweiten und dritten Generation der I
 nhibitoren setzt man anorganische Substanzen (Sulfamid\, Ammoniumsulfat) d
 em Brennstoff zu (Environ. Sci. Technol. 2005\, 39\, 3345\, und dort zit. 
 Literatur).
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SUMMARY:Prof. Dr. D. Lenoir\, Institut für ökologische Chemie des GSF Forsc
 hungszentrums\, München: Die Vermeidung von Dioxinen bei Verbrennungsproze
 ssen durch Primärmaßnahmen
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