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DESCRIPTION:Bis vor wenigen Jahren wurden vornehmlich solche Substanzen auf
  ihr Umweltverhalten untersucht\, die entweder bewusst in der Umwelt appli
 ziert werden (z. B. Pestizide) oder wegen ihres vergleichbar hohen Dampfdr
 uckes und eines hohen Chlorierungsgrades relativ leicht gaschromatographis
 ch zugänglich sind (z. B. PCBs\, Dioxine). Erst in den letzten 10 Jahren s
 ind Pharmaka und auch kosmetische Inhaltsstoffe (z.B. Moschusduftstoffe) i
 n den stärkeren Fokus der Umweltwissenschaften getreten. Das Vorkommen der
  Verbindungen in der Umwelt wurde durch die deutlich verbesserten massensp
 ektrometrischen Methoden (z.B. LC Tandem MS) ermöglicht. Arzneimittelrücks
 tände wie Antibiotika oder Antiepileptika wurden nicht nur in Fließgewässe
 rn\, sondern sogar in Grund- und Trinkwässern nachgewiesen. Dass auch orga
 nische Verbindungen in vergleichsweise niedrigen Konzentrationen zu einer 
 erheblichen Beeinflussung der aquatischen Lebensgemeinschaft führen können
 \, wurde durch ökotoxikologische Studien mit endokrin wirkenden Verbindung
 en belegt. Für das Verständnis des Umweltverhaltens organischer Verbindung
 en ist die Differenzierung von Sorption und Abbau bzw. Mineralisierung von
  entscheidender Bedeutung. Ein biologischer Abbau war für die überwiegende
  Anzahl der Pharmaka zu beobachten\, wobei jedoch eine vollständige Elimin
 ierung in der Regel nicht erreicht wurde. Aus diesen Gründen wurde erstmal
 s die oxidative Behandlung von Abwasser mittels Ozon untersucht\, welche s
 owohl eine überraschend hohe Effizienz in der Oxidation der Pharmaka und k
 osmetischen Inhaltsstoffe\, als auch eine hohe Desinfektionswirkung zeigte
 .
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SUMMARY:PD Dr. Thomas Ternes\, Bundesanstalt für Gewässerkunde\, Koblenz: P
 harmaka: ein neuer Meilenstein in der organischen Umweltchemie
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