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Was ist Biokohle?

Biokohle wird durch Pyrolyse von organischem Material unter Sauer­stoff­mangel gebildet. Dieser Prozess lässt sich mit der Pro­duktion von Holzkohle vergleichen, einer der ältesten industriellen Techno­logien der Menschheit.

Der Begriff Biokohle ist jedoch relativ neu, ebenso das exponentiell steigende Interesse an diesem porösen Material. Biokohle hat zwei wichtige ökologische Effekte:

  1. Es ist das gegenwärtig einzig praktikable Verfahren zur langfristigen ungefährlichen Kohlendioxid-Speicherung (C-Senke) und kann damit ein Baustein zur Lösung der Klimaproblematik darstellen. Die Herstellung von Biokohle ist eine umweltschonende, sogar „kohlenstoff-negative“ Methode der Energie­erzeugung. Neben CO2 werden weitere klimaschädliche Gase (CH4, N2O) reduziert.

  2. Biokohle wirkt gleichzeitig als Bodenverbesserer, welcher auch degradierte Böden wieder nachhaltig fruchtbar machen kann (Terra Preta), indem die Wasserhaltefähigkeit von Böden sowie ihr Ertrag gesteigert werden. Gleichzeitig kann Dünger effizienter eingesetzt und die Auswaschaung von Nitrat ins Grund­wasser verringert werden.

Ob Biokohle die Lösung unserer Umweltprobleme im 21. Jahrhundert ist, müssen künftige Forschungen zeigen. Bisherige Untersuchungen weisen darauf hin, dass Biokohle zu den ökologischen Effekten von Biokohle sozioökonomische Auswirkungen hinzukommen. Hierzu gehören die Möglichkeit zur Fi­nanzierung von CO2-Emissionszertifikaten sowie die Steigerung der Wirt­schafts­kraft ländlicher Räume durch nachhaltiges Resourcen­management (Kreislaufwirtschaft)

Letzte Änderung 07.05.2010