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"... er war weg; und ist wieder da ... - der Gletscher natürlich!"

Christian Schlüchter1
1 Institut für Geologie, Universität Bern

Plenary 2 in Plenar Vorträge

19.09.2012, 13:10-13:50, H6

 

Im Zungenbereich vieler Alpengletscher sind in den letzten 15 Jahren grosse Mengen an gepressten Torf- und mechanisch stark beanspruchten Stammstücken von Arven und Lärchen freigeschmolzen, bzw. mit dem Schmelzwasserbach vor den Gletscher transportiert worden. Einige dieser Funde sind wegen ihrer Grösse und wegen der Position ihres Vorkommens spektakulär. Das gilt insbesondere für die Funde vom Tschiervagletscher im Engadin und vom Glacier de Mont Miné im Wallis. Am Tschierva sind Arven ausgeschmolzen, welche vor dem Einbetten in Gletschersdeiment und nachherigem Überfahren durch den Gletscher, über 600 Jahre lang gewachsen sind. - Die Funde vom Glacier de Mont Miné sind reichhältig (über zwanzig beträchtliche Stammstücke), die von Prof. Kurt Nicolussi dendrochronologisch bearbeitet worden sind. Mit diesen Daten konnte gezeigt werden, dass die 8.2 ka - Abkühlung nach grönländischen Eisbohrkernen, offenbar auch den Gletschern der Alpen eine Wiederbelebung (= Vorstoss) beschert hat.



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Letzte Änderung 14.08.2012