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Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften

Didaktik der Biologie - Prof. Dr. Franz X. Bogner

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DROGEN-Prävention

Gesundheit (2)

Von 08/2006 bis 10/2008

Mitarbeiter: Thomas Heyne

Sucht- und Drogenprävention gilt als bedeutender und zugleich diffiziler Schwerpunkt im Bereich der Gesundheitserziehung. Blickt man in diesem Zusammenhang auf alle Schularten, so sieht sich die bayerische Hauptschule noch einmal mit erschwerten Bedingungen konfrontiert. Hier finden sich vorwiegend Schüler mit Leistungsdefiziten, Zukunftsängsten und daraus resultierendem geringen Selbstvertrauen. Daher ist dieses Schülerklientel besonders anfällig für Suchtmittel aller Art.
Ziel des Forschungsprojektes zum Themenbereich der Sucht- und Drogenprävention ist die Konzipierung und Evaluation eines präventionswirksamen Unterrichtes, der sich auf die derzeit gängigsten Präventionskonzepte, aber auch Vermittlungstechniken stützt. Der erste Teil der Studie möchte die Effektivität verschiedener Konzepte bei der Darbietung von Inhalten evaluieren. Ein Arbeiten in Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit, durchgeführt als Stationenlernen, steht dabei im Mittelpunkt. In Kleingruppen werden relevante Unterrichtsinhalte zur Drogenthematik in einer Mischung aus Versuchen sowie schülergerechten Hör- und Lesetexten dargeboten. Das Lernen an Stationen verlangt aber auch, dass Instruktionen, Versucherklärungen und auch komplexe Zusammenhänge vor allem mit Hilfe von Texten selbstständig von Schülern erschlossen werden. Hauptschüler stoßen hier sehr schnell an ihre Grenzen. Das Lernen an Stationen soll deshalb über den Einsatz des Lehrers als sogenannter Moderator effizient an die kognitive Leistungsfähigkeit dieser Jugendlichen angepasst werden. Der zweite Teil behandelt im Rahmen der Suchtprävention die Schulung des Selbstvertrauens der Schüler. Der Ansatz dieser Unterrichtseinheit stützt sich unter anderem auf die so genannten Lebenskompetenz-Programme (Life-skills-Programme). Bandura (2001) mit seiner Theorie des sozialen Lernens bzw. die Problem Behaviour Theorie von Jessor und Jessor (1993) bilden für dieses Programm das Fundament. Über die Konfrontation mit alltäglichen Suchtmitteln, einer spielerischen Erschließung des Risikobegriffes, der Entdeckung eigener Stärken und die Anerkennung durch andere Mitschüler wird schließlich gezielt ein Standfestigkeitstraining absolviert. Vorwiegend soll die Frage geklärt werden, ob sich durch die längerfristige Intervention im Bereich der Selbstvertrauensschulung Veränderungen im Selbstwertgefühl oder der Selbstwirksamkeitserwartung ergeben.

Publikationsliste dieses Projekts

Heyne, T; Bogner, FX: Guided Learning at Workstations about Drug Prevention with Low Achievers in Health Education, World Journal of Education, 2(6), 1-12 (2012)
Heyne, T; Bogner, FX: Strengthening resistance self-efficacy: Influence of teaching approaches and gender on different consumption groups, Journal of Drug Education, 39(4), 439-457 (2009) -- Details
Heyne, T: Schülerzentrierte drogenspezifische Primärprävention an bayerischen Hauptschulen: Wirkungen auf Wissenserwerb, Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeit, (2008) -- Details
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