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Hydrogeologie am Nordrand des Tauernfensters, Rauris, Kolm-Saigurn, Salzburg

Daniel Dirnberger1
1 Fachbereich Geographie und Geologie, Universität Salzburg

O 15.4 in Forum Junge Hydrogeologen (H 36, NW III)

28.05.2014, 13:00-13:20, H36, NWIII

Obwohl nicht verkarstungsfähige Aquifere wichtige Trinkwasserspeicher in alpinen Siedlungsräumen darstellen, wurde die Hydrogeologie der metamorphen und kristallinen Gebiete im Alpenraum bisher wenig untersucht. Die präsentierte Studie befasst sich mit der Hydrogeologie eines bedeutenden Bausteins der Ostalpen – dem Tauernfenster, das sich zwischen Brenner und Katschberg auf einer Länge von ca. 120 km in W-E-Richtung durch Österreich erstreckt.

Das im Zuge der Masterarbeit gewählte Untersuchungsgebiet liegt im Salzburger Rauristal und bildet den Nordrand des Tauernfensters, welches in diesem Bereich von geklüfteten Gesteinen der Schieferhülle, sowie des Zentralgneises geprägt ist. Mittels einer detaillierten GPS- und GIS-gestützten Quellkartierung, sowie der Aufnahme geologischer Einheiten und

Strukturen, werden mögliche Zusammenhänge zwischen Klüftung, lithologischen Wechseln und Quellhorizonten untersucht.

Neben der Festgesteinshydrogeologie werden im Besonderen auch die Aquifereigenschaften des größten Bergsturzes im Land Salzburg betrachtet. Dieser stark zerrüttete Bereich, weist einen Oberflächenabfluss in Form eines Gebirgsbaches, sowie vereinzelte Quellaustritte auf. Erste Messreihen des Oberflächenabflusses im Bergsturz deuten auf ausgeprägte Versickerungsbereiche und Bereiche diffuser Zutritte bzw. Wiederaustritte hin.

 

Die Bergsturzoberfläche ist durch eine Vielzahl von Tümpeln gezeichnet. Diese werden größtenteils von Regenwasser gespeist und sind vom eigentlich Aquifer durch eine nach unten hin abdichtende Schicht getrennt. Dies ist möglicherweise auf eine spätglaziale Vergletscherung und der damit verbundenen Ablagerung einer feinkörnigen, wasserundurchlässigen Schicht zurückzuführen.

 

Die Arbeit soll einen Beitrag zur generellen hydrogeologischen Charakterisierung eines typischen alpinen Gebirgsraumes leisten.



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Letzte Änderung 30.10.2013