Uni-Bayreuth

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Auswirkungen der Nutzung des geologischen Untergrundes als thermischer, elektrischer oder stofflicher Speicher im Kontext der Energiewende - Dimensionierung, Risikoanalysen und Auswirkungsprognosen

Frank Dethlefsen1, Christof Beyer1, Sebastian Bauer1, Peter Dietrich2, Rainer Duttmann3, Markus Ebert1, Volker Feeser1, Uwe Görke2, Ralf Köber1, Olaf Kolditz2, Wolfgang Rabbel1, Tom Schanz4, Dirk Schäfer1, Hilke Würdemann5, Andreas Dahmke1
1 Institut für Geowissenschaften, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
2 Helmholtz Zentrum für Umweltforschung UFZ GmbH
3 Geographisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
4 Lehrstuhl für Grundbau, Boden- und Felsmechanik, Ruhr-Universität Bochum
5 Helmholtz Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungszentrum GFZ GmbH

O 11.1 in Wärme-, Energie- und Kohlenstoffspeicherung im Untergrund

29.05.2014, 14:00-14:20, H18, NW II

 

Für die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen im Zuge der Energiewende werden neue Methoden und Technologien zur Energiespeicherung benötigt. Untertägige Speichersysteme wie z.B. Salzkavernen zur Speicherung von Wasserstoff, synthetischem Methan oder Druckluft sowie poröse Formationen zur Speicherung von Wärme und Gasen können potentiell große Speicherkapazitäten ermöglichen. Zur Nutzung dieser Systeme ist ein angemessenes System- und Prozessverständnis erforderlich, um die gekoppelt ablaufenden Prozesse und die z.T. komplexen Auswirkungen auf Schutzgüter wie z.B. das Grundwasser vorhersagen zu können. Dieses Prozessverständnis ist die Basis für eine Bewertung der Potentiale und Risiken, die mit diesen Speicheroptionen verbunden sind, wobei insbesondere mögliche Interaktionen der verschiedenen Speicher zu berücksichtigen sind.

Das Projekt ANGUS+ hat daher zum Ziel, dieses Verständnis zu entwickeln und in eine Methodik zur Bewertung von Speicherungen zu überführen. Dafür werden die induzierten Prozesse und Auswirkungen anhand synthetischer, jedoch möglichst realistischer, Szenariensimulationen der einzelnen Speicheroptionen nachgebildet. Dazu wird zum einen durch Literaturdaten oder durch eigene Messungen die Parametrisierung der entsprechenden geologischen Formationen und der ablaufenden Prozesse entwickelt und bereitgestellt. Zum anderen werden numerische Simulationswerkzeuge entwickelt, die die gekoppelten thermischen, hydraulischen, mechanischen und geochemischen Prozesse simulieren und prognostizieren können. Anhand der ausgeführten Szenarien können dann die Speicheroptionen und Speicherkapazitäten quantifiziert, die induzierten Effekte beschrieben und Monitoringstrategien entwickelt bzw. verifiziert werden.



 

Bauer, S., Beyer, C., Dethlefsen, F., Dietrich, P., Duttmann, R., Ebert, M., Feeser, V., Görke, U., Köber, R., Kolditz, O., Rabbel, W., Schanz, T., Schäfer, D., Würdemann, H., Dahmke, A. (2013):  Impacts of the use of the geological subsurface for energy storage: An investigation concept. Environ Earth Sci in print, DOI 10.1007/s12665-013-2883-0.

 



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Letzte Änderung 24.03.2014