Uni-Bayreuth

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Einfluss mikrobieller Stoffwechselprozesse auf den Betrieb saisonaler Speicher und deren Bedeutung für die Umwelt

Hilke Würdemann1, Anke Westphal1, Stephanie Lerm1, Andrea Seibt2, Wolfgramm Markus3, Eichinger Florian4, Gehrke Tilmann5, Sand Wolfgang6
1 Geomikrobiologie, Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
2 BWG Neubrandenburg
3 GTN Neubrandenburg
4 Hydroisotop GmbH, Schweitenkirchen
5 Biofilm Center, Universität Duisburg-Essen
6 Biofilm Center, 5Universität Duisburg-Essen

O 11.8 in Wärme-, Energie- und Kohlenstoffspeicherung im Untergrund

29.05.2014, 16:20-16:40, H18, NW II

 

 

Mikrobielle Stoffwechselprozesse können dazu beitragen, dass Metalle infolge einer geothermischen Nutzung mobilisiert werden. Gleichzeitig kann auch die Bildung von Ausfällungen beschleunigt und Korrosionprozesse induziert werden. Bei günstigeren Wachstumsbedingungen, z.B. infolge einer Temperaturänderung, kann es zu einer Verringerung von Rohrleitungsquerschnitten, Belägen auf den Wärmetauscherplatten, Korrosion von Pumpen, zugesetzten Filtern und Ausfällungen im Reservoir kommen. Verschiedene Studien zeigten, dass Mikroorganismen sowohl die Injektivität im bohrlochnahen Bereich, die Mineralbildung im Reservoir als auch die Beständigkeit der verwendeten Materialien erheblich beeinflussen können. Aufgrund extremer Bedingungen im Habitat, wie geringer Nährstoffverfügbarkeit oder hoher Temperatur, waren die Stoffumsatzraten vielfach niedrig, so dass ein Nachweis mikrobieller Stoffwechselaktivität über Veränderungen in der Fluidchemie allein nicht hinreichend genau war. Jedoch konnten molekularbiologische Verfahren aufgrund ihrer hohen Sensitivität in Verbindung mit dem Nachweis von Stoffwechselprodukten, wie z.B. sulfidischen Ausfällungen, auch bei niedrigen Stoffumsatzraten Hinweise auf die im Untergrund ablaufenden Prozesse liefern. Es wurden verschiedene Indikatororganismen für Prozessstörungen wie Schwefeloxidierer oder Sulfatreduzierer identifiziert, Maßnahmen gegen mikrobiellen Bewuchs und H2S-Bildung wie die Zugabe von H2O2 oder anderen Inhibitoren erprobt und aus mikrobiologischer Sicht bewertet.



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Letzte Änderung 08.11.2013