Uni-Bayreuth

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Fortbildungen

Die Fortbildungen finden im Vorfeld der Tagung am Mittwoch, 28.5. 2014, auf dem Campus der Universität Bayreuth im Gebäude RW I + II statt (siehe Campus-Lageplan).

1. Methodenkurs: Stabile Isotope in der Hydrogeologie

Dr. Robert van Geldern und Prof. Dr. Johannes Barth (Universität Erlangen)
und Vertreter verschiedener Instrumente-Hersteller

10-17 Uhr, S 59, Gebäude RW I (Neubau), Erdgeschoss (->Raumplan als PDF)

Stabile Isotopenuntersuchungen nehmen in den Umweltwissenschaften eine zunehmend wichtige Rolle ein. Bei Grundwasseruntersuchungen wird das stabile Isotopenverhältnis des Wasserstoffs und des Sauerstoffs im Wassermolekül beispielsweise zur Bewertung von Grundwasserherkunft und dessen Fließwegen oder zur Bewertung von Zusammenhängen zwischen Niederschlag und Grundwasserneubildung eingesetzt. Andere stabile Isotopensysteme, wie die des Kohlenstoffs, des Stickstoffs, des gelösten Sauerstoffs und des Schwefels können Auskunft über Umsetzungsprozesse von gelösten und partikulären Substanzen liefern. Der Vorteil stabiler Isotope ist, dass sie als Tracer verwendet werden können, welche bereits im System vorhanden sind und nicht extra zugegeben werden müssen. Dies trifft dann zu, wenn natürliche stabile Isotopenverhältnisse (sogenannte „natural abundance“) untersucht werden. Es sind aber auch Studien auf kleineren Skalen mit angereicherten Substanzen möglich. Ein weiterer Vorteil stabiler Isotopenmethoden ist, dass deren Einsatz gesundheitlich völlig unbedenklich ist.

Der Kurs soll in die Prinzipien stabiler Isotopenuntersuchungen einführen und anhand konkreter Fallbeispiele die Anwendung praxisnah zeigen. Von analytischer Seite haben sich in den letzten Jahren einige Neuentwicklungen, insbesondere im Bereich der Laserspektroskopie ergeben. Kursteilnehmer werden die Möglichkeit erhalten, verschiedene Geräte näher kennen zu lernen und erhalten eine Einführung in neue Anwendungs- und Auswertemethoden.

Teilnehmerzahl:   max.  25
Gebühr: 150 Euro (Studierende und Doktoranden 85 Euro)

 

2. PhreeqC - Hydrogeochemische Modellierung

Prof. Dr. Margot Isenbeck-Schröter, Universität Heidelberg

10-17 Uhr, Raum 1.81, Gebäude RW II (Altbau), 1. Stock (-> Raumplan als PDF)

Seit mehr als 30 Jahren erleichtert  das vom United States Geological Survey entwickelte Programm Phreeqe bzw. PhreeqC die Interpretation hydrogeochemischer Daten in vielfältiger Weise.  Zum geochemischen Verständnis der Vorgänge im Grundwasserleiter ist dabei die Kopplung von Reaktionen mit dem Stofftransport von besonderem Interesse.  Im Mittelpunkt des Kurstages stehen daher Gleichgewichtsreaktionen, die an multiplen Stofftransport direkt gekoppelt werden können. Dieses sind Prozesse des Ionenaustausches und der Oberflächenkomplexierung. Zu beiden Themenkomplexen werden Beispiele vorgestellt und geübt. Wasser-Feststoff-Wechselwirkungen, die langsamer ablaufen als der advektive Stofftransport, wie beispielsweise mikrobieller Umsatz organischer Substanzen oder die Verwitterung bzw. Neubildung von Mineralen,  werden dagegen häufig mit kinetischen Ansätzen modelliert. Auch hierzu bietet  PhreeqC  eine Subroutine an,  die im Rahmen des Kurses kurz anhand eines Beispiels präsentiert wird.

Der Kurs richtet sich an Teilnehmer mit Grundlagenkenntnissen in der Hydrogeochemie und in der Anwendung von PhreeqC. Interessierte Teilnehmer ohne Vorkenntnisse in der Programmanwendung können diese vorab durch gezieltes Selbststudium erwerben (Tutorial und Hausaufgaben, die per Email durch die Kursleiterin erteilt werden).  Für die Übungsteile werden die aktuelle Version des Programms (http://wwwbrr.cr.usgs.gov/projects/GWC_coupled/phreeqc/) und das Tabellenkalkulationsprogramm Excel verwendet.  Die Übungsteile werden an eigenen Laptops mit den entsprechenden Programmen durchgeführt.

Teilnehmerzahl:   max.  25
Gebühr: 150 Euro (Studierende und Doktoranden 85 Euro)

Letzte Änderung 15.05.2014