Hydrogeologische Landesaufnahme des bayerischen Alpenanteils – eine erste Bilanz

Günter Kus1, Marcellus Schulze1, Timo Spörlein1
1 Referat 104 Hydrogeologie, Bayerisches Landesamt für Umwelt - Geologischer Dienst

O 1.5 in Hydrogeologie alpiner Räume

14.04.2016, 11:45-12:00, Audimax B, Geb. 30.95

 

Im Rahmen des EFRE-Projekts Informationsoffensive Oberflächennahe Geothermie (IOGI) wurden im Zeitraum 2008 bis 2015 u. a. der bayerische Alpenanteil hydrogeologisch aufgenommen. Mit Teilen der Faltenmolasse handelt es sich um eine Fläche von 5600 Km² was in etwa 40 TK25 Blättern entspricht. Bis dahin lagen lediglich für einzelne TK-25 Blattschnitte hydrogeologische Untersuchungen in unterschiedlichem Umfang vor, die vorwiegend als Beitrag in den Geologischen Karten GK25 publiziert wurden jedoch keine Kartierung im klassischen Sinne darstellen. Neben der naturräumlichen Sonderstellung des bayerischen Alpenbogens (u. a. Klima, Topographie, Vegetation) ergaben sich vorneweg hydrogeologische Aspekte, die einige wesentliche inhaltliche Unterschiede zwischen den Alpen und den anderen hydrogeologischen Teilräumen Bayerns aufzeigen:

 

-          grundsätzlich hohe Durchsatzraten ober- und unterirdischer Abflüsse

 

-          häufig hohe witterungsbedingte Variabilität in  Qualität und Quantität der Abflüsse

 

-          hydraulische Kleinsysteme 

 

Zu Beginn der Arbeiten war es daher offen inwiefern sich die weitestgehend standardisierten Vorgehensweisen und umfangreichen Erfahrungen aus der hydrogeologischen Kartierung anderer Teilräume (z. B. Schichtstufenland oder Vorlandmolasse) auf die großräumige flächendeckende Bearbeitung der Alpen für diese relativ kurze Bearbeitungszeitspanne übertragen lassen.

 

Mit Abschluss der Arbeiten Ende 2015 ist ein guter Zeitpunkt einer ersten Bilanz gegeben. Aus dieser Gesamtbetrachtung heraus sollen die Möglichkeiten einer großflächigen hydrogeologischen Aufnahme alpiner Räume dargestellt werden. Mit einigen Beispielen wird erläutert, welcher Detailgrad generell zu erwarten ist und welche Erwartungen an das bis dahin verfügbare Kartenwerk gerechtfertigt erscheinen.

 



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