Hydrogeologische Erkundung des Thermalwasserregimes zwischen Taxenbach und der Liechtensteinklamm

Daniela Strick1
1 Universität Salzburg

O 15.12 in Forum Junge Hydrogeologen

13.04.2016, 15:45-16:00, Plank Hörsaal, Geb. 40.32

 

Am Nordrand des Tauernfensters im Salzburger Pongau und Pinzgau (Österreich) sind einige wenige Thermalwasservorkommen bekannt. Diese liegen allesamt in den verkarstungsfähigen Gesteinen der penninischen Klammkalkzone südlich angrenzend an das  Salzach-Ennstal-Mariazell-Puchberg (SEMP)-Störungssystem im Salzachtal. Neben Thermalwässern, die im Triebwasserstollen des Kraftwerks Schwarzach auf Höhe Lend bei der Kraftwerkserrichtung in den 1950er Jahren angefahren wurden, zählen dazu auch freie Austritte temperierter Quellwässer im südlichen Bereich der sagenumwobenen Liechtensteinklamm. Bei diesen Quellen handelt es sich um Mischwässer, die sowohl rezentes Oberflächenwasser als auch warme geothermisch beeinflusste Tiefenwässer aufweisen. Im Rahmen dieses Vortrags soll das Thermalwasserregime im Salzachtalabschnitt zwischen Taxenbach und der Liechtensteinklamm bei St. Johann erläutert werden. Auf Basis hydrochemischer Modellrechnungen, Isotopenanalysen sowie der strukturgeologischen Interpretation von Fernerkundungsdaten wurde ein konzeptionelles hydrogeologisches Modell des Thermalwassersystems entwickelt. Die an den oben genannten Lokationen gewonnen Erkenntnisse sollen zu einem besseren Verständnis von Thermalwassersystemen innerhalb der Klammkalkzone beitragen.

 

Warme Quelle in der Liechtensteinklamm
Warme Quelle in der Liechtensteinklamm



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