Gekoppelte Modellierung von Grundwasser-Oberflächenwasserinteraktionen

Christian Tomsu1, Patrick Keilholz1, Bertram Monninkhoff2
1 Büro München, DHI-WASY GmbH
2 Büro Berlin, DHI-WASY GmbH

P 7.5 in Grundwasserhochstände - Ursachen und Lösungsansätze

 

Steigende Grundwasserstände können durch natürliche als auch menschengemachte Ursachen hervorgerufen werden.  Neben den offensichtliche Folgen wie Bauwerks- und Vegetationsschäden können aber auch weniger offensichtlichen Auswirkungen entstehen. Die verringerte Speicherkapazität des Bodens kann beispielsweise bei Starkniederschlägen zu heftigeren Überflutungen führen. Um das Risiko von hohen Grundwasserständen auf die Umwelt zu analysieren können gekoppelte Modelle helfen. Durch die Kombination hydraulischer Modelle mit dem Grundwassermodell FEFLOW kann der Wasserhaushalt analysiert und visualisiert werden. Die Praxisbeispiele Schönebeck und Paulinenaue haben unterschiedlichen Problemstellungen anhand dieser die Anwendung vorgestellt wird: In Schönebeck an der Elbe kam es durch die Drosselung von Trinkwasserentnahme, Schneeschmelze und Absichtungsmaßnahmen am Abwassersystem zu einem Anstieg der Grundwasserstände die großflächigen Vernässungen verursachten. Dagegen war die Paulinenaue in Brandenburg durch Starkniederschläge betroffen. Durch das weit verzweigen Gewässernetz konnten dort die Niederschläge nicht ausreichend abführt werden und es kam ebenfalls zu hohen Grundwasserständen mit Überflutungen. Mit Hilfe der Modellkopplung zwischen FEFLOW und MIKE 11 konnten für beide Fragestellungen Maßnahmen entwickelt werden, um zukünftige hohe Grundwasserstände zu verhindern (Abbildung).

 

Auswirkungen der Gegenmaßnahmen auf die Grundwasserstände in Schönebeck
Auswirkungen der Gegenmaßnahmen auf die Grundwasserstände in Schönebeck