Hydrochemische Entwicklung eines jungen Grundwasserreservoirs unter einer Barriereinsel – vom Niederschlag bis zum Grundwasseraustritt ins Meer

Stephan Seibert1, Janek Greskowiak1, Gudrun Massmann1
1 Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, AG Hydrogeologie und Landschaftswasserhaushalt

O 15.1 in Forum Junge Hydrogeologen

13.04.2016, 12:45-13:00, Plank Hörsaal, Geb. 40.32

 

Die Wind und Flut exponierten Barriereinseln der Nordsee stellen hochenergetische Systeme dar, die durch schnell ablaufende morphodynamische Veränderungen gekennzeichnet sind. Diese Veränderungen beeinflussen sowohl die hochsensiblen Küstenökosysteme der Nordsee, die Genese der Böden, als auch die Ausbildung der Süßwasserreservoire, welche wiederum für die Inseltrinkwasserversorgung von besonderer Bedeutung sind. Diesbezüglich stellt die Ostplate im Osten Spiekeroogs ein einmaliges Untersuchunggebiet dar, da morphodynamische Prozesse hier in einem bekannten Zeifenster stattfanden und gut dokumentiert sind, was die Möglichkeit eröffnet, die Entwicklungsprozesse eines jungen Grundwasserreservoirs unter einer Barriereinsel nachzuvollziehen. In diesem Vortrag sollen Methodik und erste Ergebnisse aus einem Promotionsvorhaben vorgestellt werden, das die hydrochemische Entwicklung des Süßwassers unterhalb der Ostplate bei Spiekeroog von der Infiltration in den Boden bis zum submarinen Grundwasserabstrom näher untersuchen wird. Von besonderem Forschungsinteresse sind dabei die hydrochemische Dynamik in der ungesättigten Zone, die durch witterungs- und überflutungsbedingte Variabilität gekennzeichnet ist, sowie die hydrochemische Genese des Grundwassers entlang der Fließpfade in der gesättigten Zone.



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