Hydrogeologische Fragestellungen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle

Anne Gehrke1, Judith Flügge1
1 Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) gGmbH

P 4.3 in Endlager und Untertagedeponien

 

 

Hochradioaktive Abfälle sollen im tiefen geologischen Untergrund so gelagert werden, dass sie für einen Zeitraum von einer Million Jahren von der Biosphäre isoliert werden. In Langzeitsicherheitsanalysen für Endlager für radioaktive Abfälle werden unter anderem die Grundwasserströmung und der Radionuklidtransport durch die Geosphäre (Wirtsgesteinsformation und geologisches Deckgebirge) untersucht. Simulationsprogramme werden entwickelt, um die dichtegetriebene Strömung und den Transport von Schadstoffen durch sehr große, heterogene, poröse und/oder geklüftete Medien über sehr lange Zeiträume zu modellieren. Die Finite-Volumen-Codes d3f (distributed, density-driven flow) und r3t (radionuclides, reaction, retardation, and transport) sind speziell für die hydrogeolgischen Fragestellungen und Anforderungen bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle entwickelt worden und dienen der Modellierung des Fernfeldes. Im Gegensatz dazu wird das Programmsystem RepoTREND für die Modellierung des gesamten Ausbreitungspfades von Schadstoffen vom Einlagerungsort bis in die Biosphäre herangezogen.

 

In der Präsentation werden Grundlagen der Endlagerung radioaktiver Abfälle einleitend kurz beschrieben. Im Anschluss daran werden einige hydrogeologische Fragestellungen detaillierter vorgestellt und anhand von aktuellen Projekten der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit die Herangehensweise und Lösungsansätze präsentiert.