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Grußwort des Präsidenten der Universität Bayreuth

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Helmut Ruppert

Im Namen der Universität Bayreuth begrüße ich Sie herzlich zum Deutschen Geographentag 2007 Bayreuth. Sie kommen an eine junge Universität, die 1975 gegründet worden ist, als man in der Regional- und Bildungsplanung von den Bildungseinrichtungen eine Stärkung der Region erwartete. Dieser regionale Auftrag ist von der Universität Bayreuth erfüllt worden. Sie gilt als ein Wachstumsmotor für die Wirtschaft Nordostbayerns und hat ihre Attraktivität in den Jahren laufend gesteigert.

Der Strukturplan der Universität Bayreuth hat von Anfang an fachübergreifende Profilfelder festgelegt, die fachlich ausgebaut worden sind. Schon zu Beginn wurden u.a. die Profilschwerpunkte Ökosystemforschung/Umweltwissenschaften und Afrikaforschung entwickelt. Für die Stellung der Geographie an der Universität Bayreuth waren diese Anker besonders wichtig.

Es gelang schon in den ersten Jahren des Aufbaus der Universität, Sonderforschungsbereiche und Graduiertenkollegs in der Ökosystemforschung und der Afrikaforschung genehmigt zu bekommen. Die Geographie und ihre geowissenschaftlichen, biologischen und sozialwissenschaftlichen Nachbardisziplinen sind hier an entscheidender Stelle mit aktiv gewesen. Die interdisziplinäre Forschung wird heute institutionell gestärkt durch Forschungszentren, wie das "Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung (BayCEER)" oder das "Institut für Afrika-Studien der Universität Bayreuth (IAS)".

Die interdisziplinären Forschungsschwerpunkte sind gleichzeitig auch Kerne der Ausbildung. Neben den Lehramtsstudiengängen im Fach Geographie werden die auslaufenden Diplomstudiengänge Geographie/Raumplanung und Geoökologie angeboten. Sie sind heute bereits durch Bachelorstudiengänge mit konsekutivem Master in Geographie und Geoökologie abgelöst. Hinzu kommt der Bachelorstudiengang Geographische Entwicklungsforschung Afrikas mit einem englischsprachigen Master African Development Studies in Geography. Ein besonderes Glanzlicht ist der im Bayerischen Elitenetzwerk-Programm 2006 genehmigte Masterstudiengang Global Change Ecology.

Geographie und im weiteren Sinne die Geowissenschaften tragen wesentlich zur heutigen internationalen Bedeutung der Universität bei. Nach dem Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung von 2006 wird die Universität Bayreuth – bezogen auf die Zahl ihrer Professoren – von den Alexander von Humboldt-Stipendiaten und -Preisträgern für ihre Forschungsaufenthalte an erster Stelle aller deutschen Universitäten genannt.

Gerade das Thema Umgang mit Risiken, das der Deutsche Geographentag 2007 gewählt hat, zeigt die bedeutende Rolle der Geographie in der Verknüpfung von naturwissenschaftlichen mit sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Fragestellungen. Geographie ist die zentrale Wissenschaftsdisziplin bei der Untersuchung von Gefährdungen und Risiken im Raum, aber auch bei der Prognose von Chancen und Entwicklungen von Regionen.

Die Universität Bayreuth freut sich über Ihren Besuch und die vielen persönlichen Begegnungen und ergebnisreichen Diskussionen während des Kongresses.

Professor Dr. Dr. h.c. Helmut Ruppert
Präsident der Universität Bayreuth