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LT BD.1: Globalisierung in Fachdidaktik und Geographieunterricht

Montag, 01.10.2007: 13:30-16:30 Uhr, H 11, NW I

Dieter Böhn (Würzburg)
dieter.boehn@mail.uni-wuerzburg.de
Jürgen Neumann (Meerbusch)
neumann.gv@t-online.de

Globalisierung ist eines der Themen, die in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert werden, wobei in der wahrgenommenen Diskussion die negativen Aspekte überwiegen. Das spiegelt sich auch in vielen Lehrplänen und daher Schulbüchern wider. Deswegen ist es gut, dass der Geographentag dieses Thema aufgreift. Will er Akzente setzen, müssen die gegensätzlichen Positionen voll verdeutlicht werden. Daher müssen sowohl Gegner wie Befürworter der Globalisierung zu Wort kommen.

Der Ablauf sollte folgender sein:

1. Referat mit fachwissenschaftlichem Schwerpunkt: Wie wird Globalisierung definiert, in welchem Ausmaß ist sie realisiert (meiner Ansicht nach sind bislang lediglich die Industrie- und die Schwellenländer stärker in diesen Prozess einbezogen). Dieser Vortrag sollte eine Basis durch Fakten legen. Beispiele wären: Daten des Welthandels, Zahl der verlagerten Arbeitsplätze, Vorteile für die Bevölkerung eines Landes durch preiswerte Erzeugnisse aus anderen Ländern (so soll die Bevölkerung der USA in 6 Jahren 600 Mrd. US-$ durch Billigimporte gespart haben, andererseits gingen in gleichen Zeitraum 2,7 Mio Arbeitsplätze verloren).

2. Referat: Gefahren der Globalisierung. Hier müssen die negativen Aspekte aufgegriffen werden, denn sie sind Lehrern wie Schülern bekannt. Weil das Thema den Akzent auf Fachdidaktik und Geographieunterricht legt, müssten in diesem Beitrag Positionen der Fachdidaktik deutlich werden und Beispiele aus Schulbüchern die reale Umsetzung in den Unterricht aufzeigen. Hier wäre auch der Ort, fachwissenschaftliche Positionen wenigstens zu referieren, weil sie die Grundlage fachdidaktischer Auffassungen bilden.

3. Referat: Vorteile der Globalisierung. Dieser Vortrag muss eine klare Gegenposition zum Referat 2 setzen, darf also nicht auf Ausgleich angelegt sein. Hier wäre z.B. aufzuzeigen, dass bislang die Globalisierung bereits mittelfristig zu einem Anstieg des Wohlstands sowohl in den Industrie- wie den Entwicklungsländern führte. Dass allerdings ein ständiger Innovationsdruck hohe Anforderungen an alle stellt. Nur wenn dieses Referat möglichst viele Argumente des vorigen aufgreift und Gegenpositionen bezieht, wird die Komplexität verdeutlicht werden. Es darf keine Kompromisslösung angeboten werden.

4. Referat (ein Desiderat, aber schwer zu realisieren). In diesem Referat sollte der Schwerpunkt auf der weiterführenden Frage liegen, wie Globalisierung und nachhaltige Entwicklung in Einklang zu bringen seien. Hier dürften nämlich wesentlich größere Probleme entstehen als bei der Frage der Verlagerung von Arbeitsplätzen.

13:30-13:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
13:35-14:00 UhrJohann-Bernhard Haversath (Gießen): Globalisierungszauber zwischen Fiktion und Alltag - Eine fachdidaktische Herausforderung

Das Potenzial des Begriffs wird für didaktische wie unterrichtliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. ...mehr
14:00-14:25 UhrYvonne Schleicher (Weingarten): Globalisierung - ein Diskussionsthema in E-Learning Projekten. Eine empirische Untersuchung mit Studierenden

Internationaler Austausch über die Herausforderungen der Globalisierung zur Umsetzung mit Lernplattformen. ...mehr
14:25-14:45 UhrDiskussion
14:45-15:10 UhrPause
15:10-15:35 UhrRainer Uphues (Münster): Jugendliche und Globalisierung - Ausgewählte Ergebnisse einer empirischen Untersuchung mit Schülern

Erkenntnisse einer empirischen Untersuchung zur Einstellung Jugendlicher im Hinblick auf die Globalisierung. ...mehr
15:35-16:00 UhrJosef Birkenhauer (Seefeld): Heimische Betriebe im globalisierten Weltmarkt - Ergebnisse eines Schulprojekts

Einstellungswandel von Schülern zur Globalisierung nach einer Betriebserkundung. ...mehr
16:00-16:20 UhrDiskussion
16:20-16:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
16:25-16:30 UhrWechselzeit


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