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AK 18: AK Geographie und Geschlecht (früher: AK Feministische Geographie): Verortung von Geschlecht - Aktuelle Beiträge der geographischen Geschlechterforschung

Donnerstag, 04.10.2007: 09:00-16:00 Uhr, S 25, Geo

Katja Brundiers (Bern) und Sybille Bauriedl (Hamburg)

Verortung von Geschlecht: Aktuelle Beiträge der geographischen Geschlechterforschung Der Arbeitskreis Feministische Geographie hat sich Ende 2005 umbenannt in Arbeitskreis Geographie und Geschlecht. Die neue Bezeichnung macht die Reformulierung und Erweiterung der inhaltlichen Schwerpunktsetzung und der Organisation des AK sichtbar. Die deutschsprachige Geschlechterforschung nimmt in regelmässigen Abständen eine Standortbestimmung vor, die sowohl die Reflexion der erzielten institutionellen Strukturen, wie auch den Forschungsgegenstand selbst betrifft. Forschungsarbeiten, die Geschlechterkategorien thematisieren, können mittlerweile auf ein breites Spektrum an epistemologischen und methodologischen Ansätzen zugreifen. Die Bezeichnungen „geographische Frauenforschung“, „gendersensitive Forschung“, „poststrukturalistisch-feministische Forschung“ usw. stehen für unterschiedliche Phasen der Geschlechterforschung in der Geographie. Sie kennzeichnen unterschiedliche analytische Zugriffe auf die Kategorie Geschlecht als Forschungsgegenstand, bzw. als Ausgangs- oder Kritikpunkt der Untersuchung. Gemeinsam ist diesen Perspektiven, dass die Kategorie Geschlecht weder als natürlich noch universell oder unilinear verstanden wird. Dieser Anspruch wird in der wissenschaftstheoretischen wie angewandten Forschungspraxis jedoch sehr unterschiedlich bis konträr umgesetzt. Um dem mehrperspektivischen Umgang mit der Kategorie Geschlecht gerecht zu werden, werden verschiedene Bezüge zu den Nachbardisziplinen hergestellt. Aufgrund dieser Verflechtungen ist die Geschlechterforschung in der Geographie stark interdisziplinär orientiert. Diese Forschungserfahrung soll deutlicher eingebracht werden in die Disziplin, die sich zunehmend einem inter- und intradisziplinären Anspruch verschreibt. Die Arbeitskreissitzung will die Potenziale dieser kritischen Positionsbestimmung sowohl für die Geschlechterforschung, wie für die Geographie diskutieren. Zudem interessiert, welchen Beitrag eine interdisziplinäre Ausrichtung von Forschungsprojekten an die Bearbeitung praxisorientierter Fragestellungen leisten kann. Es sollen deshalb Forschungsprojekte vorgestellt werden, die unterschiedliche Perspektiven der Geschlechterforschung in der Geographie vertreten. Die Beiträge zur Geschlechterforschung sollen den übergeordneten Frage nachgehen: In welcher Weise wird eine inter-/transdisziplinäre Perspektive in der Geschlechterforschung bearbeitet? Welchen Beitrag leistet sie dabei an die geographische Disziplin bzw. an die Praxis? Der AK bietet dazu einerseits eine Plattform, um die theoretischen und methodischen Ansätze zu reflektieren und andererseits die Möglichkeit der Forschungsvernetzung. Im zweiten Teil der Sitzung werden organisatorische Aspekte mit Blick auf die inhaltlich-strategische Ausrichtung des AK’s und geplante Aktivitäten diskutiert.

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