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LT AC.3: Lernen wir aus Naturkatastrophen?

Dienstag, 02.10.2007: 08:30-11:30 Uhr, H 13, NW I

Andreas Dix (Bonn)
a.dix@uni-bonn.de
Rüdiger Glaser (Freiburg)
ruediger.glaser@geographie.uni-freiburg.de

Lässt man die Naturkatastrophen und das darauf folgende Medienecho Revue passieren, so wird deutlich, dass zwei Fragen den öffentlichen Diskurs nach diesen Ereignissen prägen:

Auffällig ist, dass nach dem Ereignis das Bedürfnis nach seiner Einordnung sehr groß ist. Es wird nach Referenzdaten dafür gesucht, wie das Ereignis in seiner Ausdehnung, seinem Ablauf, der Schwere seiner Auswirkungen in einem größeren zeitlichen Zusammenhang zu bewerten ist. So werden Statistiken mit Vergleichen der Zahl der Todesopfer oder der Schadenssummen veröffentlicht, die eine rasche und plakative Einordnung des Ereignisses ermöglichen sollen.

Verbunden ist diese Einordnung immer auch mit der Frage, was man vor dem Ereignis hätte wissen können und letztlich mit der Frage nach politischer Verantwortlichkeit.

Die immer wichtiger werdende Ausgestaltung von Vorsorge setzt deshalb einen Lernprozess voraus, der sich im Hinblick auf die Zukunft aber nur auf das bisher Geschehene stützen kann.

Deshalb soll im Zentrum dieser Leitthemensitzung die Frage stehen, inwieweit eine historische Analyse von Extremereignissen einen Beitrag zur Vorsorge leisten kann. Die Leitthemensitzung soll den Stand der Forschung sowohl von physisch-geographischer wie humangeographischer Seite darstellen und diskutieren.

Folgende Fragen können Leitlinien für eine eingehendere Diskussion sein:

08:30-08:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
08:35-09:00 UhrMathias Deutsch und Karl-Heinz Pörtge (beide Göttingen): Untersuchungen zur Hochwasservorsorge und Hochwasserabwehr im Elbeeinzugsgebiet (1750-1915)

Analyse historischer Maßnahmen zur Hochwasserabwehr im Zusammenhang des aktuellen Hochwasserschutzes. ...mehr
09:00-09:25 UhrJochen Seidel, Paul Dostal, Katrin Bürger (alle Freiburg), Florian Imbery (Karlsruhe), Rüdiger Glaser und Helmut Mayer (beide Freiburg): Rekonstruktion von Hochwasserereignissen im 19. Jahrhundert in Südwestdeutschland - Möglichkeiten und Grenzen

Analyse historischer Hochwasser für ein integratives Konzept zum vorbeugenden Hochwasserschutz. ...mehr
09:25-09:45 UhrDiskussion
09:45-10:10 UhrPause
10:10-10:35 UhrHorst Meyenfeld (Bonn): Wahrnehmung von Erdbeben als Naturrisiko in Deutschland

Analyse der Erdbebengefährdung für Regionen Deutschlands sowie Erstellung von Gefährdungskarten für durch Erdbeben ausgelöste Hangrutschungen. ...mehr
10:35-11:00 UhrMatthias Röhrs (Bonn): Hangrutschungen - ein vergessenes Naturrisiko?

Historische Erforschung von Hangrutschungen an der Schwäbischen Alb im Zusammenhang integrierter Risikoanalyse. ...mehr
11:00-11:20 UhrDiskussion
11:20-11:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
11:25-11:30 UhrWechselzeit


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