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LT CC.3: Risikomanagement in Wirtschaftssystemen: das Beispiel der Versicherungswirtschaft

Mittwoch, 03.10.2007: 08:30-11:30 Uhr, H 13, NW I

Peter Höppe (München)
phoeppe@munichre.com
Koko Warner (Bonn)
warner@ehs.unu.edu

Natur- und vom Menschen verursachte Katastrophen betreffen die Menschen und Volkswirtschaften rund um den Globus. Volkswirtschaftliche und versicherte Schäden haben in den vergangenen Jahren neue Rekordmarken gesetzt, abertausende Menschen kommen regelmäßig bei Großkatastrophen ums Leben. 2005 war mit globalen volkswirtschaftlichen Schäden in Höhe von rund 200 Mrd. US$ das teuerste Jahr in der Geschichte der Menschheit.

Für die Versicherungswirtschaft sind Risiken die Grundlage ihres Geschäftsmodells, falsch bewertete Risiken können zur Insolvenz ganzer Unternehmen führen. Daher ist die Qualität des Risikomanagements insbesondere bei weltweit agierenden Versicherern und Rückversicherern historisch auf sehr hohem Niveau. Fortlaufend werden neue Techniken und Tools entwickelt, die auch in anderen Wirtschaftszweigen zum Einsatz kommen.

Besonders beim Risikomanagement von Naturgefahren werden geographische Informationssysteme eingesetzt. Beispiel Überschwemmungsrisiken: Hier ist es nicht nur wichtig zu wissen, wie weit versicherte Objekte von Fließgewässern entfernt liegen, alle Exponierungsfaktoren wie Lage, Höhe, Werte etc. spielen eine Rolle. Bei der Bewertung kommen die klassischen Disziplinen der Geographie zum Einsatz, von der Klimatologie und Geomorphologie über Hydrologie bis hin zur Sozial- und Wirtschaftsgeographie. Mit mathematischen und statistischen Methoden werden Eintrittswahrscheinlichkeiten für Hochwasserpegel unterschiedlicher Wiederkehrperioden abgeschätzt und die wahrscheinlichen Schadenpotenziale für Überschwemmungsereignisse ermittelt.

In der Sitzung wird ein Überblick über die aktuellen Methoden des Risikomanagements in der Versicherungswirtschaft gegeben - mit besonderer Berücksichtigung geographischer Aspekte. Es werden die Grundlagen über Branchen und Märkte im globalen Kontext erläutert, dabei werden Unterschiede im Hinblick auf Entwicklungs- und Industrieländer aufgezeigt. Regionale und globale Szenarien aus dem Spektrum der Naturgefahren sowie der Terrorgefahr werden diskutiert. Die Bedeutung von Änderungsrisiken wird anhand der anthropogenen Klimaänderung veranschaulicht; dabei werden sowohl das Risikospektrum als auch die Handlungsoptionen aufgezeigt.

08:30-08:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
08:35-09:00 UhrMatthias Klawa (München): Naturgefahren-Risikomanagement durch Versicherungen - globaler Überblick (Branchen, Märkte, Produkte, Randbedingungen)

Versicherungen managen Risiken durch Kenntnis der Gefährdung und durch Nutzung zeitlicher sowie regionaler Diversifizierungseffekte. ...mehr
09:00-09:25 UhrDag Lohmann (London): Risikomanagement mit Szenarienmodellierung

Korrelationen in Raum und Zeit - Szenarienmodellierung am Beispiel des RMS Hochwassermodells für Deutschland und Europa. ...mehr
09:25-09:45 UhrDiskussion
09:45-10:10 UhrPause
10:10-10:35 UhrBettina Falkenhagen (Berlin): Überschwemmungsrisiko Deutschland - Management mit ZÜRS

Mit ZÜRS kann eingeschätzt werden, welches Gebäude-Risiko (BRD) wie hoch überschwemmungsgefährdet ist. ...mehr
10:35-11:00 UhrThomas Loster (München): Management von Änderungsrisiken - Schwerpunkt Klimawandel

Die anthropogene Klimaerwärmung wirkt sich auf Wettergefahren und Schaden- potenziale der Versicherer aus. ...mehr
11:00-11:20 UhrDiskussion
11:20-11:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
11:25-11:30 UhrWechselzeit


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