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FS 30: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der erweiterten EU ab 2007

Samstag, 29.09.2007: 13:00-16:00 Uhr, H 13, NW I

Martin Heintel (Wien)
martin.heintel@univie.ac.at
Christoph Waack (Kassel)
c.waack@uni-kassel.de


Territoriale, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den EU-25, aber auch über die EU-Außengrenzen hinweg, gehört zu den leitbildgebenden Anliegen der europäischen Kohäsions- und Regionalpolitik. Vorbeitrittshilfen und die europäische Strukturfondspolitik im Allgemeinen haben bereits in der Vergangenheit zahlreiche Instrumente und Förderschienen dafür bereitgestellt. Durch die Gemeinschaftsinitiative INTERREG III konnten in der Strukturfondsperiode bis Ende 2006 zahlreiche bi- und multilaterale Projekte umgesetzt werden.

Obwohl es im Kontext der europäischen grenzüberschreitenden Zusammenarbeit schon Erfahrungen von gut zwei Jahrzehnten gibt, stellt sich die konkrete Praxis dafür vielfach als äußerst schwierig heraus. Die Gründe dafür liegen allem voran im bisher oft mangelnden Status der politischen Legitimität der regionalen Akteure oder in den unterschiedlichen Rechtssystemen der jeweiligen Projektpartnerländer. Auch die "mentalen Grenzen" sind häufig Hemmfaktoren der Kooperation. Mit der aktuellen Debatte im Rahmen des "Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ)" gewinnt die Diskussion wieder an neuer Bedeutung.

Folgende Fragen gilt es im Rahmen der Fachsitzung zu erörtern: Welche Rolle spielen die Akteure bei bi- und multinationaler Zusammenarbeit? Gibt es "good-practice"-Beispiele für cross-border-governance? Ist das LEAD-Partner-Prinzip (Abwicklung bi-/multilateraler Projekte nach nationalem Recht des LEAD-Partners) ein konsensfähiges Prinzip zur Projektabwicklung zwischen Partnerländern? Gibt es Regeln, wonach grenzüberschreitende Projekte "besser" oder "schlechter" funktionieren (z.B. Binnen- oder Außengrenzen der EU)? Haben bisherige grenzüberschreitende Projekte dazu beigetragen bestehende "Grenzen im Kopf" abzubauen? Durch welche Handlungsbezüge werden grenzüberschreitende Verflechtungsregionen sichtbar? Gibt es die viel zitierten "Transfereffekte" von Know-how oder handelt es sich hier um eine Chimäre?

Das Ziel der Fachsitzung liegt im Problemaufriss bisheriger Projekte zur territorialen, bzw. grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Kontext der EU Regionalpolitik. Es gilt, Inhalte und Erfahrungen aus durchgeführten bzw. laufenden Projekten aufzuzeigen, sowie v.a. zukünftige Rahmenbedingungen zu benennen, die zwischenstaatliche Kooperationen erleichtern und Grenzen abbauen helfen.

13:00-13:05 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
13:05-13:30 UhrMarkus Leibenath (Dresden): Europäisierung der grenzüberschreitenden Raum- und Umweltentwicklung: Befunde von der deutsch-polnischen und der deutsch-tschechischen Grenze

Europäisierung der grenzüberschreitenden Raum- und Umweltentwicklung am Beispiel der deutschen Ostgrenze. ...mehr
13:30-13:55 UhrBernhard Köppen (Landau): Ungeliebte Nachbarn, "schwierige" Grenze, erzwungene Kooperation? Grenzüberschreitende politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit im deutsch-tschechischen und finnisch-russischen Grenzraum

Nachhaltige grenzüberschreitende Kooperation basiert auf Vertrauen, weshalb "people to people" Projekte sehr förderungswürdig sind. ...mehr
13:55-14:15 UhrDiskussion
14:15-14:40 UhrPause
14:40-15:05 UhrJörg Scheffer (Passau): Kooperationshemmnis Kultur - Zur regionalpolitischen Überwindung unsichtbarer Grenzen in der EU

Kulturbedingte Missverständnisse werden in einer räumlichen Perspektive neu konzeptionalisiert. ...mehr
15:05-15:30 UhrMartin Hutter (Wien): Grenzüberschreitende Zusammenarbeit 2007-2013 im Angesicht vielgestaltiger Asymmetrien: Beispiele aus dem Programm Österreich-Tschechien

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit 2007-2013 im Angesicht vieler Asymmetrien. Beispiele Österreich-Tschechien. ...mehr
15:30-15:50 UhrDiskussion
15:50-15:55 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
15:55-16:00 UhrWechselzeit


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