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FS 37: Chancen und Risiken des globalisierten Tourismus

Samstag, 29.09.2007: 13:00-16:00 Uhr, H 17, NW II

Andreas Kagermeier (Trier)
Andreas.Kagermeier@uni-trier.de
Hans Hopfinger (Eichstätt)
Hans.Hopfinger@ku-eichstaett.de


Dass Reisen schon immer mit gewissen Risiken für die Reisenden verbunden war, versuchte die Tourismuswirtschaft in den letzten Jahrzehnten der touristischen Booms weitgehend in den Hintergrund zu stellen. Durch den Paukenschlag des 11. September hat dieses Bild einer heilen Reisewelt jedoch deutliche Sprünge bekommen.

Nicht nur terroristische Anschläge und politische Umbruchssituationen, sondern auch Naturkatastrophen und Epidemien können die touristische Entwicklung drastisch beeinflussen. Solche Ereignisse betrafen in früheren Zeiten nur wenige Reisende und gleichzeitig waren die Zielgebiete in deutlich geringerem Maß auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor orientiert. Mit der globalen Erschließung auch noch der letzten ~weißen Flecken~ für einen breiten Nachfragermarkt ergeben sich für diese neuen Destinationen nicht nur beträchtliche Chancen, sondern auf dem Hintergrund globalisierter Tourismusmärkte stoßen inzwischen Ereignisse, die früher im Wesentlichen von lokaler, regionaler oder bestenfalls nationaler Relevanz waren, auf internationale Resonanz. Dass darüber hinaus oftmals auch naturräumlich und gesellschaftspolitisch sensible bzw. fragile Regionen zu Destinationen geworden sind, erhöht ebenfalls die Risiken.

Ziel der Fachsitzung ist es, das Spektrum der Chancen- und Risikodimensionen für unterschiedliche, vorwiegend außereuropäische Destinationen aufzuzeigen und in der Synopse die Perspektiven der touristischen Entwicklung im 21. Jahrhundert zu reflektieren. Für die Analyse von politischen Chancen- und Risikodimensionen erscheint die Berücksichtigung der arabischen Welt besonders sinnvoll; andere Großräume sollen jedoch nicht ausgeschlossen bleiben. Neben den naturräumlichen Risikodimensionen wäre auch wünschenswert, wenn interne Friktionen in Destinationen zwischen der offiziellen Tourismuspolitik und den regionalen Akteuren thematisiert werden könnten.

Dabei können unterschiedliche Perspektiven eingenommen werden:

13:00-13:05 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
13:05-13:30 UhrHeinz Günter Vester (Berg): Terrorismus und Tourismus: Der Stehaufmänncheneffekt

Auf Terroranschläge reagiert der globalisierte Tourismus in Stehaufmännchenmanier: Ägypten als Beispiel. ...mehr
13:30-13:55 UhrEmad Hejazeen (Muthah) und Nicolai Scherle (Eichstätt): Shifting perspektives: Risikodimensionen eines globalisierten Tourismus in arabisch-islamischen Destinationen aus Incoming-Perspektive

Die mit dem globalisierten Tourismus verbundenen Risiken werden aus der Perspektive arabisch-islamischer Empfängerländer dargestellt. ...mehr
13:55-14:15 UhrDiskussion
14:15-14:40 UhrPause
14:40-15:05 UhrEdgar Wunder (Heidelberg): Kreuzfahrtreisen-Risiken eines global entterritorialisierten Tourismus

Auf der Basis einer Erhebung an Bord eines Kreuzfahrtschiffes werden Risiken für Passagiere und Crewmitglieder einer genauen Analyse unterzogen. ...mehr
15:05-15:30 UhrIsabel Kuchenbecker (Münster): Wahrnehmung der Destination Nepal unter dem Eindruck der politischen Krisensituation

Der Nepal-Tourismus ist in die Krise geraten. Analysiert wird die Wahrnehmung der Destination und das Management vor dem Hintergrund der politischen Unruhen. ...mehr
15:30-15:50 UhrDiskussion
15:50-15:55 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
15:55-16:00 UhrWechselzeit


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