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FS 13: Umweltprobleme und Naturkatastrophen - Disposition in den Trockengebieten der Nachfolgestaaten der Sowjetunion

Samstag, 29.09.2007: 16:00-19:00 Uhr, H 11, NW I

Christian Opp (Marburg)
opp@staff.uni-marburg.de
Manfred Frühauf (Halle)
manfred.fruehauf@geo.uni-halle.de


Die Trockengebiete (Waldsteppen, Steppen, Halbwüsten und Wüsten) südlich der Mischwaldzone bzw. des borealen Waldgürtels der ehemaligen Sowjetunion zählen zu den am längsten besiedelten und genutzten Räumen Eurasiens. Andererseits weisen diese Gebiete eine Lagekonstellation auf, die sie für Naturkatastrophen und anthropogen bedingte Umweltprobleme besonders anfällig macht. Bereits in der älteren und jüngeren Vergangenheit wurden diese Gebiete durch Naturkatastrophen, z.B. Dürren, Erdbeben u.a., heimgesucht, die zusammen mit anthropogenen Eingriffen, z.B. Landnutzung und Kriege, das Auf und Ab der gesellschaftlichen Entwicklung stark beeinflusst haben.

Eine Zäsur besonderer Art war die Auflösung der Sowjetunion 1991 und in Folge dessen die Erringung der Eigenstaatlichkeit Russlands sowie der anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion. Aus der Naturausstattungs-Disposition und aus den ererbten gesellschaftlichen Konstellationen ergeben sich einerseits Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und andererseits auch Gefahren, sowohl für die natürliche Umwelt als auch für die Gesellschaft in unterschiedlichen Raumniveaus (z.B. Zonen, Staaten, Einzugsgebiete, Nutzflächen, Siedlungen).

Da seit dem politischen Wandel (und seinen sozioökonomischen Folgen) nicht nur die Rahmenbedingungen für die Art und Intensität der Nutzung, sondern im Zuge des Klimawandels auch natürliche Steuerfaktoren Veränderungen aufweisen, ergeben sich hieraus neuartige Bedingungen für die Landnutzung und die Ökosystementwicklung, aber auch neuartige Aufgaben für die Betroffenen und die internationale Entwicklungszusammenarbeit. Diese sollen im Rahmen der Fachsitzung durch Erkenntnisse jüngerer Forschungen wissenschaftlich thematisiert werden und gleichzeitig Perspektiven zukünftiger (interdisziplinärer) Formen der Zusammenarbeit vorgestellt werden.

16:00-16:05 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
16:05-16:30 UhrErnst Giese (Gießen): Zwischenstaatliche Wassernutzungskonflikte in Zentralasien ...mehr
16:30-16:55 UhrChristopher Martius, Paul L.G. Vlek und John P.A. Lamers (alle Bonn): Beyond the Aral Sea Syndrome: Towards sustainable resource use in Uzbekistan ...mehr
16:55-17:15 UhrDiskussion
17:15-17:40 UhrPause
17:40-18:05 UhrSigrid Roessner und Hans-Ulrich Wetzel (beide Potsdam): Tektonisch und klimatisch bedingte Massenbewegungen in Kirgizstan - Naturgefahren mit hohem Risikopotential

Der Vortrag beschäftigt sich mit der großräumigen Verbreitung von Massenbewegungen in Kirgizstan und Möglichkeiten ihrer regionalen Analyse. ...mehr
18:05-18:30 UhrPavel A. Propastin, Martin Kappas, Stefan Erasmi (alle Göttingen) und Nadiya R. Muratova (Almaty): Evaluation of land degradation in Kazakhstan and Middle Asia using multi-temporal NDVI and rainfall time-series

Fernerkundungsbasiertes Monitoring der Landschaftsdegradation Kasachstans. ...mehr
18:30-18:50 UhrDiskussion
18:50-18:55 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
18:55-19:00 UhrWechselzeit


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