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FS 55: Risiken für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Lateinamerika

Samstag, 29.09.2007: 16:00-19:00 Uhr, H 18, NW II

Ulrike Weiland (Leipzig)
ulrike.weiland@ufz.de
Rainer Wehrhahn (Kiel)
wehrhahn@geographie.uni-kiel.de


 

In den Millionenstädten der sich entwickelnden Länder kumulieren aufgrund hoher Wachstumsraten und Bevölkerungsdichten, der hohen Bedeutung von Informalität in den sozialen und den Steuerungssystemen sowie ihrer hohen systemischen Komplexität vielfältige Risiken, die erhebliche Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung dieser Agglomerationen darstellen. Viele dieser Risiken sind durch menschliches bzw. gesellschaftliches Handeln verursacht oder werden hierdurch verstärkt. So können die von einem Starkniederschlag hervorgerufenen Zerstörungen durch das vorherige Abholzen des Bannwaldes, die Versiegelung von Flächen und die Begradigung von Abflüssen deutlich erhöht werden. Die genannten Risiken können durch Folge- und systemische Risiken (z.B. Verlust von Wohnraum, erhöhte Gesundheitsrisiken, Bedrohung der sozialen Regulationsfähigkeit) überlagert bzw. vergrößert werden.

Die unterschiedlichen Risiken können das gesamte System Stadt oder nur einzelne Teilsysteme (z.B. Wohnquartiere, Wasserver- und -entsorgung, Energieversorgung, Verkehr) und/oder unterschiedliche soziale Gruppen bedrohen. Sowohl (Teil-)Systeme als auch soziale Systeme können unterschiedlich stark von Risiken betroffen sein, da sie sich in ihrer Vulnerabilität unterscheiden.

Bisher ist das städtische Risikomanagement selten auf Risikovermeidung und -vorsorge ausgerichtet; so wird Risikovorsorge z.B. i.d.R. nicht in Landnutzungsstrategien integriert. Konzepte für das Risikomanagement und Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung werden bisher - soweit überhaupt - unabhängig voneinander entwickelt. Da eine nachhaltige Stadtentwicklung jedoch gerade in den schnell wachsenden Millionenstädten erforderlich ist, sollten Ansätze hierzu auch die Risikovermeidung und -vorsorge beinhalten.

Bei der Bearbeitung dieser Thematik stellen sich folgende Fragen, die auf das gesamte System Stadt, einzelne Teilsysteme oder soziale Gruppen bezogen werden können:

 

16:00-16:05 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
16:05-16:30 UhrJörn Birkmann (Bonn): Naturgefahren, Vulnerabilität und Stadtentwicklung in Lateinamerika

Die Städte in Lateinamerika und Asien sind globale Hotspots für zukünftige "Natur"-Katastrophen. Konzepte für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Amerika müssen sich daher mit alten und neuen Naturgefahren und der Vulnerabilität auseinandersetzen. ...mehr
16:30-16:55 UhrDirk Heinrichs (Leipzig): Integriertes Risikomanagement für eine nachhaltige Stadtentwicklung in Lateinamerika - Konzept und Ergebnisse

HGF-Forschungsinitiative zu einem integrierten Risikomanagement für eine nachhaltige Entwicklung lateinamerikanischer Megastädte. ...mehr
16:55-17:15 UhrDiskussion
17:15-17:40 UhrPause
17:40-18:05 UhrThomas Ammerl (München): Aktuelle Risiken für die Stadtentwicklung Havannas

Aktuelle Risiken für die Stadtentwicklung Havannas und ihre Berücksichtigung in der Stadtentwicklungsplanung. ...mehr
18:05-18:30 UhrTimothy Moss und Carsten Zehner (beide Erkner): Ortsbasierte Lösungen für ein nachhaltiges Wassermanagement in Guadalajara

BMBF-Forschungsprojekt über ortsbasierte Lösungen für ein nachhaltiges Wassermanagement in Guadalajara. ...mehr
18:30-18:50 UhrDiskussion
18:50-18:55 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
18:55-19:00 UhrWechselzeit


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