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FS 56: Zukunftsperspektiven urbaner Brachflächen: Kann weniger mehr sein?

Samstag, 29.09.2007: 16:00-19:00 Uhr, H 10, NW I

Reinhard Wießner (Leipzig)
wiessner@uni-leipzig.de
Lienhard Lötscher (Bochum)
lienhard.loetscher@rub.de


 

 

In vielen deutschen Städten - im Osten wie im Westen - werden infolge des wirtschaftlichen Strukturwandels umfangreiche Infrastruktur- und Industrieflächen nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion genutzt, sie liegen brach. In zunehmendem Maße vollziehen sich ähnliche Entwicklungen auch auf dem Wohnungsmarkt. Da viele dieser Brachflächen an innerstädtischen, stadtentwicklungspolitisch sensiblen Standorten liegen, wird seitens der Flächeneigentümer, aber auch seitens der Kommunen eine sinnvolle Folgenutzung beabsichtigt.

Nachdem sich die Stadtforschung zunächst mit Großprojekten der Stadtreparatur beschäftigte, richtet sich das Forschungsinteresse mittlerweile zunehmend auch auf diejenigen häufig kleinteiligeren Flächen, für die sich keine Investoren interessieren. Was soll mit diesen "Löchern" im "Siedlungsgewebe Stadt" geschehen? Können sie im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung einer Nach- oder Zwischennutzung zugeführt werden, mit der sich sowohl Eigentümer wie Nutzer und Anwohner anfreunden können, oder müssen perforierte Städte als zwangsläufige Entwicklungsperspektive zur Kenntnis genommen werden? Eröffnen solche innerstädtische Brachflächen vielleicht auch Chancen für neue urbane Qualitäten, die unter höherem ökonomischem Verwertungsdruck nicht realisierbar wären? Kann weniger also mehr sein? Von welchen "Best Practice"-Beispielen im In- und Ausland könnten wir lernen?

Diese Fragen sollen im Rahmen der Fachsitzung in Vorträgen aus Wissenschaft und Planungspraxis thematisiert und diskutiert werden. Inhaltliche Schwerpunkte sollen auf folgenden Aspekten liegen:

 

16:00-16:05 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
16:05-16:30 UhrHans-Peter Noll (Essen): Neue Strategien in der Flächenentwicklung - Chancen, Trends, Herausforderungen

Im Ruhrgebiet gibt es bereits jetzt und zukünftig weiter zunehmende kernstädtische Flächenangebote in einem Ausmaß, das nicht mehr marktfähig in die Stadtwirtschaft einzugliedern sein wird - ein regional verankertes Flächenmanagement ist unabdingbar. ...mehr
16:30-16:55 UhrMaike Dziomba (Hamburg): "Goldader" oder negativer Grundstückswert - Wie rechnen sich Projektentwicklungen auf innerstädtischen Brachflächen?

Der Beitrag behandelt die Einflussfaktoren auf die Marktfähigkeit und den Grundstückswert innerstädtischer Brachflächen. ...mehr
16:55-17:15 UhrDiskussion
17:15-17:40 UhrPause
17:40-18:05 UhrMarit Rosol (Berlin): Partizipative Nach- und Zwischennutzungen innerstädtischer Brachflächen - Praxisbeispiele aus Berlin

Anhand von Beispielen aus Berlin werden partizipative Nutzungen innerstädtischer Brachflächen problematisiert. ...mehr
18:05-18:30 UhrOrhan Güles, Sonja Piniek und Gisela Prey (alle Bochum): Ruhrgebiet: Industriebrachen als SpielRäume?

Industriebrachen als SpielRäume? - Aneignungspotenziale urbaner Brachflächen im Ruhrgebiet für die Quartiersbewohner. ...mehr
18:30-18:50 UhrDiskussion
18:50-18:55 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
18:55-19:00 UhrWechselzeit


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