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FS 10: Alpines Periglazial: Charakterisierung, Bewertung und Prognose von Veränderungen

Dienstag, 02.10.2007: 08:30-11:30 Uhr, H 9, NW I

Christof Kneisel (Würzburg)
kneisel@uni-wuerzburg.de
Christian Hauck (Karlsruhe)
christian.hauck@imk.fzk.de


Das alpine Periglazial ist traditionell im Blickfeld physisch-geographischer bzw. geomorphologischer Forschungsarbeiten. Trotz dieser langen Tradition gibt es auch für das 21. Jahrhundert noch hinreichend Forschungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen einer Erwärmung der Atmosphäre auf permafrostgeprägte alpine Geosysteme.

Die Ereignisse des "Jahrhundertsommers 2003", wie beispielsweise die spektakulären Felsstürze am Matterhorn, jedoch auch die weniger medienwirksamen in anderen Regionen der Schweizer Alpen, so z.B. im Bergell, zeigen, dass die Thematik von zunehmender Bedeutung für Forschung und Praxis ist. Die Gebirgskryosphäre reagiert besonders sensitiv auf Veränderungen der atmosphärischen Bedingungen. Permafrost als in den allermeisten Fällen unsichtbares Phänomen entzieht sich im Gegensatz zu den Gletschern einer direkten Beobachtung. Die Verbesserung des Prozessverständnisses sowie die Erfassung des Ausmaßes und der Geschwindigkeit der ablaufenden Prozesse, wie beispielsweise der Permafrostdegradation, sind dabei von zentraler Bedeutung.

Für die Dokumentation von raum-zeitlichen Veränderungen des alpinen Permafrostes sind Monitoringprogramme mit speziellen Methoden erforderlich. Neben der direkten Methode der Bohrung, die jedoch nur Punktinformationen liefert, sind hier heute zweidimensionale Methoden aus der Geophysik und Photogrammetrie/Fernerkundung von besonderer Relevanz.

In der Fachsitzung soll das Potenzial der neuen Methoden auch in Kombination mit traditionellen Ansätzen und Arbeitsweisen für die Untersuchung und Charakterisierung permafrostgeprägter periglazialer Geosysteme herausgestellt werden. Beiträge können sowohl die Anwendung aktueller Methoden zur Kartierung, Charakterisierung von alpinem Permafrost, als auch Forschungen zur Modellierung und zum Monitoring der periglazialen Prozessdynamik umfassen. Folgende Themenfelder sollen besondere Berücksichtigung finden

08:30-08:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
08:35-09:00 UhrBodo Damm (Wien): GIS-gestützte Berechnung der Permafrostverbreitung in Südtirol als Grundlage einer Naturgefahrenanalyse

Räumliche Vorhersage der Permafrostverbreitung mit Hilfe eines statistisch basierten Schneefleckenmodells. ...mehr
09:00-09:25 UhrLuzia Fischer (Zürich): Hanginstabilitäten in gefrorenen und vergletscherten Felswänden

Untersuchungen von Faktoren, welche Hanginstabilitäten in gefrorenen und vergletscherten Felswänden beeinflussen. ...mehr
09:25-09:45 UhrDiskussion
09:45-10:10 UhrPause
10:10-10:35 UhrMatthias Leopold und Jörg Völkel (beide Regensburg): Möglichkeiten und Grenzen der Charakterisierung aktiver Blockgletscher, Solifluktionsloben und periglazialer Hangsedimente mittels Georadar, Refraktionsseismik und Elektrotomographie

Geophysikalische Charakterisierung des Untergrundes zur Darstellung von Permafrost in den Rocky Mountains, USA. ...mehr
10:35-11:00 UhrKarsten Garleff (Bamberg), Thomas Höfner , Philipp Jaesche, Brigitte John, Helmut Stingl (alle Bayreuth) und Heinz Veit (Bern): Grundfragen des alpinen Periglazials

Ergebnisse zu periglazialen Prozessen und ihren Rahmenbedingungen aus lang- fristigen Untersuchungen in der südlichen Glocknergruppe (Hohe Tauern). ...mehr
11:00-11:20 UhrDiskussion
11:20-11:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
11:25-11:30 UhrWechselzeit


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