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FS 41: Städte- und Kultur-Tourismus - Neue Chancen für altindustrialisierte Regionen?

Dienstag, 02.10.2007: 13:30-16:30 Uhr, H 18, NW II

Klaus Kost (Essen)
Klaus.Kost@rub.de
Hans Elsasser (Zürich)
elsasser@geo.unizh.ch


Der Städte- und Kultur-Tourismus hat in den letzten Jahren stetig an Bedeutung zugenommen. Insbesondere werden Kurzurlaub und Tagestourismus zum Besuch kultureller Veranstaltungen immer wichtiger. Diese Art von Tourismus könnte eine Chance sein, um einige der negativen Folgen des ökonomischen Niedergangs in altindustrialisierten oder in Rand-Regionen aufzufangen. In diesem Zusammenhang sind auch die Bewerbungen von Görlitz sowie von Essen (für das Ruhrgebiet) als Kulturhauptstadt Europas zu sehen. Sowohl Städte als auch Regionen haben bereits im Vorfeld der Bewerbung gezeigt, dass breit gefächerte kulturelle Aktivitäten zu starken Publikumsmagneten werden können. Auch das Potenzial von bauhistorischen und industriekulturellen Zeugen für den Städtetourismus wurde erkannt. Mancherorts wurden bereits Marketing Konzepte entwickelt, die diese industriekulturelle Vergangenheit zumindest als Kulisse mit einbeziehen. Statistische Daten weisen darauf hin, dass diese Art von Städte- und Kulturtourismus ein potenziell wichtiger ökonomischer Faktor werden könnte.

Nachdem sich die Stadtforschung zunächst mit Fragen des Erhalts und der Umnutzung von industriekulturellen Bauten, aber auch mit alten und neuen Lebenswelten altindustrieller Regionen beschäftigte, richtet sich das Forschungsinteresse zunehmend auf deren Inwertsetzung, z.B. durch Städte- und Kulturtourismus. Hier stellen sich verschiedene Forschungsfragen:

Inwiefern kann nachgewiesen werden, dass Städte- und Kulturtourismus tatsächlich ein wichtiger ökonomischer Faktor für altindustrialisierte Regionen sein kann? Wird dadurch die Gründung neuer Unternehmen angeregt? Werden neue Arbeitsplätze geschaffen? Kann die Außenwirkung des Tourismus zu einer Image-Verbesserung von Städten und Regionen führen und dadurch den Städte- und Kulturtourismus weiter ankurbeln? Kann auch eine Innenwirkung erzielt werden, indem beispielsweise die neue Wertschätzung der Lebenswelten industrieller Vergangenheit auch zu einer Verbesserung des Selbstwertgefühls der Bewohner führt? Von welchen "Best Practice"-Beispielen im In- und Ausland könnten wir lernen?

13:30-13:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
13:35-14:00 UhrOliver Wittke (Düsseldorf): Industriekultur als Konzeption der nordrhein-westfälischen Landesregierung ...mehr
14:00-14:25 UhrDelf Slotta und Tanja Degener (beide Quierschied-Göttelborn): Industriekultur zwischen Erhalt und Entwicklung in Zeiten knapper Kassen - Beispiel Saarland ...mehr
14:25-14:45 UhrDiskussion
14:45-15:10 UhrPause
15:10-15:35 UhrUwe Neumann und Lutz Trettin (beide Essen): Kulturhauptstadt Essen - Erschließung touristischer Potenziale und Stadtteilentwicklung im Essener Nordosten ...mehr
15:35-16:00 UhrArnulf Marquardt-Kuron und Thomas Poggenpohl (beide Bonn): Mehr als Industrie-Kultur: Vom Regierungsviertel zum Bonn-International-Business-District ...mehr
16:00-16:20 UhrDiskussion
16:20-16:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
16:25-16:30 UhrWechselzeit


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