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FS 17: Global Change Forschung - Integration als Herausforderung an die Geographie

Mittwoch, 03.10.2007: 08:30-11:30 Uhr, H 10, NW I

Eckart Ehlers (Bonn)
ehlers@giub.uni-bonn.de
Wolfram Mauser (München)
w.mauser@iggf.geo.uni-muenchen.de


In der Forschung zum Globalen Wandel, aber auch in weiten Teilen der anwendungsorientierten Umweltforschung, ist die Notwendigkeit integrativer Forschungsansätze inzwischen zwingend deutlich geworden. War die Global Change Forschung zunächst überwiegend disziplinär orientiert (Klimawandel, Einflüsse der Aerosole, Veränderung der Cryosphäre etc.), so ist inzwischen klar, dass angesichts der sehr komplexen Ursachen und Konsequenzen globaler Veränderungen ebenso komplexe Adaptions- und Handlungsstrategien zu deren Therapie und zur Erzielung nachhaltig wirksamer Verbesserungen notwendig sind. Problemlösungsorientierte Ansätze setzen Kooperation und, wo möglich und nötig, Integration natur- und sozialwissenschaftlicher Theorien wie Methoden voraus.

Aus dieser Erkenntnis heraus wurden in den letzten Jahren verschiedene integrative Forschungsprojekte entwickelt (u.a. GLOWA, BIOTA/BIOLOG, Megacities), an denen Geographen in hohem Maß und zum Teil in leitenden Funktionen beteiligt sind. Bei der Bearbeitung der unterschiedlichen Projektfragestellungen erwies sich zunächst nicht nur die übliche Trennung von Natur- und Gesellschaftswissenschaften als besonders hinderlich, auch innerhalb der beiden Bereiche bestehen große Unsicherheiten, wie Integration erfolgreich stattfinden kann. Deshalb ist in der Mehrzahl dieser und anderer Projekte inzwischen ein wesentlicher Teil der wissenschaftlichen Auseinandersetzung von der Suche nach neuen Methoden der Integration sektoraler Ansätze bestimmt. Dabei sind inzwischen neue Konzepte zur Modellbildung, Datengewinnung und Theoriebildung entwickelt und erfolgreich interdisziplinär getestet worden. Viele dieser Ansätze beziehen wichtige Impulse aus der Geographie. Eine kritische Aufarbeitung und Analyse der verschiedenen Integrationsansätze im Bereich der Global Change Forschung, ihres geographischen Gehalts sowie Grenzen und Möglichkeiten der Geographie als einer integrierenden Wissenschaft ganz allgemein hat allerdings bisher noch nicht stattgefunden.

Die Fachsitzung beabsichtigt, am Beispiel der laufenden Global Change-Projekte die Entwicklung von Integrationsansätzen als einen genuin geographischen Forschungsbereich zu diskutieren und bisher erreichte Ergebnisse vorzustellen.

08:30-08:35 UhrEinführung durch die Sitzungsleitung
08:35-09:00 UhrAndreas Ernst (Kassel): Mensch und Natur in GLOWA-Danube - Transdisziplinäre Erfahrungen bei der Integration von Natur- und Gesellschaftswissenschaften ...mehr
09:00-09:25 UhrFrauke Kraas (Köln): Integrative Forschung zu den Megacities von morgen ...mehr
09:25-09:45 UhrDiskussion
09:45-10:10 UhrPause
10:10-10:35 UhrOtfried Baume (München) ...mehr
10:35-11:00 UhrVolker Stelzer (Karlsruhe): Das integrative Konzept zur Bewertung nachhaltiger Entwicklung - IkoNE

Das integrative Konzept zur Nachhaltigkeitsbewertung IKoNE und seine Anwendungen werden dargestellt. ...mehr
11:00-11:20 UhrDiskussion
11:20-11:25 UhrRésumé durch die Sitzungsleitung
11:25-11:30 UhrWechselzeit


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