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Keynote-Vortrag I (Katastrophen): Katastrophen, Risiken, Gefahren – Herausforderungen des 21. Jahrhunderts

Sonntag, 30.09.2007: 11:30-12:30 Uhr, Audimax

Richard Dikau (Bonn)

Katastrophen können als Bestandteil eines Katastrophenkreislaufes betrachtet werden. Dies beinhaltet die Vorstellung, dass die vor und nach einer Katastrophe getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen zum Eintreten der Katastrophe oder ihres Ausmaßes führen. Katastrophen sind damit das Ergebnis eines zeitlich längerfristigen Vorganges, den wir als Katastrophenvorsorge und -nachsorge bezeichnen. Ob ein Naturereignis (z.B. Dürre, Hurrikan, Hochwasser, Klimaveränderung), ein technisch-wissenschaftliches Ereignis (z.B. Freisetzung manipulierter Gene oder chemischer Giftstoffe, Atomwaffen¬explosion) oder ein sozio-ökonomisches Ereignis (z.B. Kollaps einer Volkswirtschaft, Verarmung und Marginalisierung) in einer Katastrophe kulminiert, hängt davon ab, ob die menschlichen Gesellschaften ausreichende Strategien der Risikovermeidung oder -verminderung entwickelt und angewendet haben. Damit ist die Frage verbunden, ob aus eingetretenen Katastrophen Lehren gezogen werden, die zu verbesserten Adaptionsfähigkeiten an Entwicklungen der materiell-physischen und gesellschaftlichen Systeme führen. Die damit aufgeworfene Problemstellung entzieht sich jedwedem monodisziplinären Erklärungsversuch.



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