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Keynote-Vortrag II (Destabilisierung): Krisen, Katastrophen, Kollaps: Geographien von Verwundbarkeit in der Risikogesellschaft

Montag, 01.10.2007: 11:30-12:30 Uhr, Audimax

Hans-Georg Bohle (Bonn)

Ist Ulrich Becks Diagnose einer globalen Risikogesellschaft damit zu begegnen, dass sich die „Weltgefahrengemeinschaft“ zu einer „Weltgesellschaft“ zusammenschließt, um die ökologische Modernisierung der Gesellschaft kooperativ voranzutreiben? Oder ist das Konzept der Risikogesellschaft ein Projekt, welches die gesellschaftlichen Interessenslagen der ökologischen Modernisierung ausklammert und letztlich als "Hintergrundideologie eines ökologisch erneuerten Kapitalismus" dient? Und wie ist der weit verbreitete "Katastrophismus" im Zusammenhang mit Klimawandel, Landdegradation, Verlust ökologischer Vielfalt, Naturkatastrophen etc. zu beurteilen? Oder noch grundsätzlicher: wie kann eine Gesellschaft ihren eigenen Kollaps vermeiden? Welches sind die Mechanismen, mit denen die Interak¬tionen zwischen Gesellschaft und Natur praktisch-technisch gemanagt, politisch reguliert und diskursiv konstruiert werden? Muss das Konzept der "Risikogesellschaft" letztlich dem Konzept von "Risiko Gesellschaft" weichen? Diesen Fragen wird der Vortrag am Beispiel ökologisch und gesellschaftlich krisenhafter Räume in Entwicklungsländern nachgehen. Dazu wird ein Analyserahmen entwickelt, der Geographien von Verwundbarkeit in der Risikogesellschaft aufdeckt.

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