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Wissenschaftliche Verwundbarkeitsbewertungen und ihr Einfluss auf Entscheidungsträger: Über Hindernisse an der Wissenschafts-Praxis-Schnittstelle

Juergen Weichselgartner (Cambridge)

Dienstag, 02.10.2007: 10:35-11:00 Uhr

Neuere Studien zum Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis deuten darauf hin, dass wissenschaftlich generiertes Wissen verstärkt Wirkung erzielt, wenn es von potenziellen Nutzern als relevant, legitim und glaubwürdig erachtet wird. Gerade für die Resilienz sozial-ökologischer Systeme ist die Wissenschafts-Praxis-Schnittstelle von besonderer Bedeutung, da effektive Entwicklungs- und Vorsorgemaßnahmen nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure konzipiert und umgesetzt werden können. Eine Untersuchung zum Einfluss wissenschaftlicher Verwundbarkeitsstudien auf Politik und Praxis belegt, dass Entscheidungsträger den wissenschaftlichen Analysen hinsichtlich Glaubwürdigkeit und Rechtmäßigkeit zwar ein gutes Zeugnis ausstellen, sie aber letztlich nur geringfügig deren Verhaltensweisen ändern. Der Beitrag stellt einige der Gründe hierfür vor und verweist auf die Hindernisse im Wissenstransfer. Die Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass der Wirkungsgrad wissenschaftlicher Expertise durch das Miteinbeziehen der User in den Wissensproduktionsprozess gesteigert werden kann.

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