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Das gute Leben auf dem Lande - Über die Folgen von (Un-)Sicherheitsdiskursen

Antje Schneider (Jena)

Dienstag, 02.10.2007: 10:35-11:00 Uhr

Das Thema "Sicherheit" ist mittlerweile verwoben mit der Diskussion über die Zukunft ländlicher Gebiete, insbesondere in Ostdeutschland. Ländliche Räume werden dabei konnotiert mit einer Spirale von Abwanderung, Schrumpfung und Marginalisierung (Beetz). Migrationen werden als eine Bewältigungsstrategie gegen existentiell unsichere Lebenslagen gedeutet. Der aktuelle Diskurs über das Ländliche zeigt, dass Vorstellungen vom "guten Leben auf dem Land" (Hahn) fragwürdig werden. Die Parole "sterbende Dörfer" steht dabei gegen alte Imaginationen von ländlicher Friedlichkeit und (Zukunfts-)Sicherheit. Folgt man dieser Parole, dann handeln diejenigen Menschen riskant, die sich aktiv für ein Landleben entscheiden. Nicht nur über das Weggehen, sondern über die (Lebens-)Arrangements von "Dagebliebenen", "Heimkehrern" und "Zugereisten" wird der Vortrag informieren. Welche subjektiven Bedeutungen bestimmen die Mobilitätsbereitschaft - in beiden Richtungen? Welche gesellschaftlich objektivierten Vorstellungen des Ländlichen sind dafür bedeutsam? Im Themenspektrum "Sicherheit, Mobilität und ländlicher Raum" wird weiter gefragt, welche Möglichkeiten ein diskursives Denken für den Geographieunterricht bietet.

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