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Grenzräume als Risikoräume

Bernd Belina (Leipzig)

Montag, 01.10.2007: 13:35-14:00 Uhr

In welcher Hinsicht sind Grenzräume "Risikoräume"? Diese Frage soll vor dem Hintergrund einer historisch-materialistischen und Foucault-inspirierten Theorie in drei Schritten diskutiert werden: Erstens wird "Risiko" in kritischem Anschluss an die governmentality studies als spezifisch moderne Weise der Problematisierung des Sozialen bestimmt. Die materialistische Foucault-Kritik aufnehmend soll gefragt werden, wer die Risiko-Problematisierung wie und zu welchem Zweck vornimmt. Zweitens werden als Grenzräume solche materiellen Räume bestimmt, die durch räumliche Praxen im Bezug auf politische Grenzen entlang dieser "aufgespannt" werden, und die deshalb in der einen oder anderen Hinsicht grenzspezifische Qualitäten aufweisen. Zu fragen ist, durch welche Praxen entlang politischer Grenzen Grenzräume produziert werden, von wem und warum. Drittens werden exemplarisch Funktionen und Funktionsweisen von Grenzräumen als Risikoräumen im Rahmen unterschiedlicher sozialer Prozessen aufgezeigt und anhand aktueller Forschungen entlang der Grenze Rumänien - Rep. Moldau illustriert: grenzüberschreitende Migration, grenzinduzierte "Kriminalität", "kulturelle Grenzen".

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