HOME
Uni-Bayreuht Home

Risiko und Risikominimierung in Grenzräumen - Verwundbarkeit und Resilienz in Südosteuropa

Daniel Göler (Bamberg) und Dhimitr Doka (Tirana)

Montag, 01.10.2007: 15:10-15:35 Uhr

Zwar verlieren Grenzen in der postmodernen Gesellschaft an Bedeutung. Zugleich stellt sich jedoch das Problem einer durch Auf- und Entwertungen von Grenzen fragmentierten Lebenswelt. Grenzregionen sind Räume mit erhöhten Risikokonstellationen: Es sind oft Peripherien, wo das Handlungsvermögen lokaler Akteure eingeschränkt ist; nicht selten finden politische Antagonismen dort ihre konkrete Verortung. Grenzlage kann aber auch zur Abfederung eines erhöhten Verwundbarkeitsniveaus beitragen: Eine umbewertete Grenze ist ein Faktor der Risikominimierung, wenn Grenzziehungen durch Grenz(be)ziehungen der Akteure "in Wert gesetzt" werden.
Beide Zugangsweisen - Grenzregionen als Risikoräume bzw. Risikominimierung durch die Grenzsituation - lassen sich mit Beispielen aus Südosteuropa konkretisieren. Dort kann der Bedeutungswandel von Grenzregionen als Risikoräume im materiellen wie im konstruktivistischen Sinn hinsichtlich seiner Regelgrößen analysiert werden. Dazu wird der Themenkomplex Verwundbarkeit und Resilienz einschließlich lokaler Verarbeitungsstrategien jeweils im lokalen bzw. regionalen Kontext thematisiert. Ziel des Beitrages ist es, die Ambivalenz der Bedeutung, Interpretation und in Wertsetzung von Grenzsituationen herauszuheben.

<< zurück zur Übersicht (FS 31)