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Kommunikation durch Sprache durch Raum - das Angebot der Systemtheorie

Andreas Pott (Frankfurt/M.)

Dienstag, 02.10.2007: 15:35-16:00 Uhr

Als eine Gesellschaftstheorie, die auf dem Begriff der Kommunikation aufbaut, ist die Luhmann'sche Systemtheorie prädestiniert für die sozialgeographische Analyse der sprachlichen Konstitution von Räumen. Der Vortrag soll dieses Potential anhand konzeptioneller und forschungspraktischer Überlegungen zum Verhältnis von Kommunikation, Sprache und Raum sichtbar machen.
Aus systemtheoretischer Sicht ist die Sprache kein System, sondern ein Medium, das von sozialen Systemen benutzt wird, um eigene Operationen zu strukturieren. Der Sprache kommt die Funktion zu, das Verstehen der Kommunikation - die auch nicht-sprachlich, auf der Basis von Wahrnehmung, ablaufen kann - wahrscheinlich zu machen. Auch Raum lässt sich als Medium der Kommunikation verstehen. Im Vergleich zur Sprache stellt Raum ein sekundäres Kommunikationsmedium dar: Systeme bzw. Kommunikationen bedienen sich der Sprache, die wiederum im Medium des Raums spezifische Formen entstehen lässt, und zwar mit Hilfe (sprachlich artikulierter) Unter­scheidun­gen wie hier/dort, nah/fern, oben/unten usw.
Die Möglichkeiten dieses Ansatzes werden an ausgewählten Beispielen illustriert.

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